Es ist ein Satz aus »Hitzetage«, dem Debüt des in Irland geborenen Autors Oisín McKenna. Und diesem Titel folgend verbringen wir die heißesten Tage des Jahres, während ein Wal in der Themse gestrandet ist, mit einer Handvoll Protagonist/innen, denen wir wie kaum jemandem sonst in die Köpfe schauen können. Ich würde sogar sagen, man glaubt ihnen – und damit dem Autor – so gut wie alles! McKenna fängt London ein, aber eigentlich die Menschen darin, und trägt uns mit blitzendem Schalk an menschliche Abgründe, die man am Ende einfach hinnimmt. So wie auch das Leben irgendwie. Ich habe dieses Buch auf einen Sitz auf meinem Sonnenbalkon im Italienurlaub verschlungen und wirklich heiß geliebt.
Oisín McKenna
Hitzetage
Ü: Hans-Christian Oeser, Alexandra Titze-Grabec
Residenz, 360 S.


