Er schreibt in »Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins«, dass das Leugnen des ganzen großen Mists in der Welt im puren Kitsch mündet. Im Verklären der Liebe. Und Martin Heidegger, der auch lieber auf dem Boden der Tatsachen bleibt, schreibt an Hannah Arendt: »Die Liebe gibt es ja nicht«. Denn: Liebe verändert sich, je nachdem, wen wir lieben und wer wir selbst sind, wenn wir lieben. So erkennt die Autorin und Philosophin: Wir brauchen keine x-te Lobpreisung der Liebe. Wir brauchen Trost! Und eine philosophische Umarmung.
Das leistet dieses Buch, das pünktlichst zum Valentinstag erscheint, auf jeden Fall und macht dabei auch stellenweise sehr glücklich. Zum Beispiel wenn es unerwiderte Liebe mit Schrödingers Katze vergleicht: »Eine Liebe, die auf Distanz bleibt, wird immer wahre Liebe und echte Täuschung zugleich gewesen sein.«
Miriam Metze
Unerwidert lieben. Eine philosophische Tröstung
mairisch, 256 S.


