Album der Woche
A Little Vengeance
Artist: Jessie Reyez
Label: FMLY / Island Records / UMG Recordings
Bei Jessie Reyez war Liebe nie nur romantisch. Sie kann wunderschön sein, aber auch chaotisch, schmerzhaft und manchmal ziemlich wütend. Genau dort setzt ihr neues Album „A Little Vengeance“ an. Der Titel bedeutet so viel wie „Ein bisschen Rache“ und geht auf ein Zitat des Philosophen Friedrich Nietzsche zurück: Ein bisschen Rache sei menschlicher als gar keine.
People Of The Moon
Artist: Nu Genea
Label: NG Records
Es gibt Alben, die einen sofort an einen anderen Ort versetzen. „People Of The Moon“ von Nu Genea ist genau so ein Album. Eine musikalische Reise an die Küsten des Mittelmeers, irgendwo zwischen warmem Abendlicht, salziger Meeresluft und dem Gefühl eines endlosen Sommers.
Neon Soul
Artist: Emi Secrest
Label: Ahi Nama
Emi Secrest liefert auch dieses Jahr neue Musik. Secrest kommt aus Memphis, Tennessee, einer Stadt, die ihr die Soulmusik vielleicht schon in die Wiege gelegt hat. Genau dort liegen unmissverständlich die Wurzeln ihres Sounds. Mit ihrer neusten Veröffentlichung „Neon Soul“ verbindet die Sängerin klassischen Soul mit modernem R&B und Neo Soul und schafft es wieder mal mit ihrer Musik unseren Alltag bunt leuchten zu lassen.
Di Hotel Malibu
Artist: Thee Marloes
Label: Big Crown Records
Da sind sie wieder. Thee Marloes aus Surabaya in Indonesien. Ein Trio, das klingt, als hätte es eine vergessene Soulplatte aus den späten 60ern ausgegraben und ihr ein neues Leben eingehaucht. Hinter diesem zeitlosen Sound steckt die gemeinsame Leidenschaft von Sängerin und Keyboarderin Natassya Sianturi, Gitarrist und Produzent Sinatrya „Raka“ Dharaka und Schlagzeuger Tommy Satwick. Die Band fand während der Pandemie in gemeinsamen Studiosessions zusammen und verbindet in ihrem eigenen Stil, den sie augenzwinkernd „Soulrabaya“ nennen, klassischen Soul, Jazz und Funk mit ihrer indonesischen Herkunft.
Doctrine Of Love
Artist: Jalen N‘Gonda
Label: Daptone Records
Manchmal reichen nur wenige Sekunden, um zu wissen, dass etwas Besonderes beginnt. Genau dieses Gefühl stellt sich bei den ersten Takten von „Anyone In Love“ ein, dem Opener von Jalen N‘Gondas neuem Album "Doctrine Of Love". Ein Meisterwerk, nicht mehr und nicht weniger.
Distant Dreams
Artist: Faze Action
Label: Faze Action Records
Faze Action gehören seit den späten 90ern zu den spannendsten Namen zwischen House, Disco und Balearic Sound. Hinter dem britischen Duo stecken die Brüder Robin und Simon Lee, die sich über Jahrzehnte hinweg ihren ganz eigenen Stil aufgebaut haben. Ihre Musik klingt warm, organisch und ist tief verwurzelt in Jazz Funk, Soul und weltweiten Groove Einflüssen. Mit „Distant Dreams“ melden sie sich nun nach längerer Album Pause zurück und liefern eine Platte, die zeitlos und unglaublich leichtfüßig klingt.
What’s It Gonna Be?
Artist: Tom Funk
Label: Lazy Robot Records
Tom Funk liefert mit der Frage What’s It Gonna Be? den perfekten Soundtrack für die Tage des Jahres wo der Frühling langsam vom Sommer abgelöst wird. Der Londoner Produzent und Multiinstrumentalist lässt auf seinem neuen Album Neo-Soul, Funk, Hip-Hop und jazzige Cosmic-Soul-Elemente zu einem entspannten, aber detailreichen Gesamtbild werden. Die Referenzen reichen dabei von Marvin Gaye bis Lonnie Liston Smith, ohne je in bloßer Nostalgie stecken zu bleiben.
Meidling Discotheque
Artist: Graf Hadik & Erdem Tunakan
Label: Cheap Records
Eine nächtliche Fahrt durch ein anderes Wien. Schräg, elegant, ironisch und gleichzeitig tief im Club verwurzelt. Das Album "Meidling Discotheque" von Graf Hadik und Erdem Tunakan verbindet Nu Disco, Leftfield House und experimentelle Elektronik mit einem sehr eigenen Wiener Charme. I’m back baby…
There Is A Light
Artist: Lovetempo
Label: Bastard Jazz Recordings
Hinter lovetempo steht der Produzent und Multiinstrumentalist Mattie Safer, vielen vielleicht noch als Bassist der New Yorker Band ‘The Rapture’ bekannt. Mit diesem Projekt zeigt er eine andere Seite von sich. Weniger nervös, weniger kantig, dafür voller Groove, Wärme und Bewegung. In seiner Albumveröffentlichung “There is a Light” fließen Disco, Soul, House und organische Live-Elemente ganz selbstverständlich zusammen. Es ist Musik, die gleichzeitig nach Clubnacht, Sonnenaufgang und Wohnzimmer klingt.

