Album der Woche
Chilling Effect
Artist: Dead Horse Beats
Label: Wonderwheel Recordings
Patrick Wade gehört zu jenen Musikern, die lieber an ihrem Sound arbeiten als an ihrer Sichtbarkeit. Der Produzent aus Toronto komponiert unter anderem für Filmproduktionen und das Royal Winnipeg Ballet. Mit seinem Soloprojekt Dead Horse Beats veröffentlicht er hingegen nur in größeren Abständen neue Musik. Und nun sein Album „Chilling Effect“.
Costa Sud
Artist: Banda Maje
Label: Four Files Records
Manche Alben riechen förmlich nach heißem Asphalt, Meersalz und einem langen Sommerabend. „Costa Sud“, das neue Album von Banda Maje, ist genau so eines. Fünf Jahre nach ihrem gefeierten Debüt „Ufo Bar“ kehrt die Band aus Süditalien mit einem Sound zurück, der irgendwo zwischen Cinecittà, Funkclub und Mittelmeerurlaub zuhause ist.
Rolidei
Artist: Silva
Label: Som Livre
Mit "Rolidei" präsentiert der brasilianische Singer-Songwriter Silva sein mittlerweile siebtes Studioalbum, und vielleicht sein sonnigstes. Der Titel steht für Leichtigkeit, Wärme und das bewusste Genießen des Moments. Silva beschreibt das Album selbst als Soundtrack für die hellen Tage des Lebens, aber auch als Begleiter durch schwierigere Zeiten.
Naturally
Artist: Nectar Woode
Label: Since 93 / Sony Music Entertainment UK
Nach einer Reihe gefeierter Singles und ersten internationalen Erfolgen wirkt Naturally wie genau der richtige nächste Schritt für Nectar Woode. Kein Album, das beeindrucken will, sondern eines, das sich ganz selbstverständlich entfaltet. Offiziell ist "Naturally" ein Mixtape. Beim Hören spielt diese Unterscheidung allerdings kaum eine Rolle. Mit viel Soul, feinen Jazzfarben und einer Stimme, die nie mehr sagt als nötig, greifen die neun Songs ganz selbstverständlich ineinander.
A Little Vengeance
Artist: Jessie Reyez
Label: FMLY / Island Records / UMG Recordings
Bei Jessie Reyez war Liebe nie nur romantisch. Sie kann wunderschön sein, aber auch chaotisch, schmerzhaft und manchmal ziemlich wütend. Genau dort setzt ihr neues Album „A Little Vengeance“ an. Der Titel bedeutet so viel wie „Ein bisschen Rache“ und geht auf ein Zitat des Philosophen Friedrich Nietzsche zurück: Ein bisschen Rache sei menschlicher als gar keine.
People Of The Moon
Artist: Nu Genea
Label: NG Records
Es gibt Alben, die einen sofort an einen anderen Ort versetzen. „People Of The Moon“ von Nu Genea ist genau so ein Album. Eine musikalische Reise an die Küsten des Mittelmeers, irgendwo zwischen warmem Abendlicht, salziger Meeresluft und dem Gefühl eines endlosen Sommers.
Neon Soul
Artist: Emi Secrest
Label: Ahi Nama
Emi Secrest liefert auch dieses Jahr neue Musik. Secrest kommt aus Memphis, Tennessee, einer Stadt, die ihr die Soulmusik vielleicht schon in die Wiege gelegt hat. Genau dort liegen unmissverständlich die Wurzeln ihres Sounds. Mit ihrer neusten Veröffentlichung „Neon Soul“ verbindet die Sängerin klassischen Soul mit modernem R&B und Neo Soul und schafft es wieder mal mit ihrer Musik unseren Alltag bunt leuchten zu lassen.
Di Hotel Malibu
Artist: Thee Marloes
Label: Big Crown Records
Da sind sie wieder. Thee Marloes aus Surabaya in Indonesien. Ein Trio, das klingt, als hätte es eine vergessene Soulplatte aus den späten 60ern ausgegraben und ihr ein neues Leben eingehaucht. Hinter diesem zeitlosen Sound steckt die gemeinsame Leidenschaft von Sängerin und Keyboarderin Natassya Sianturi, Gitarrist und Produzent Sinatrya „Raka“ Dharaka und Schlagzeuger Tommy Satwick. Die Band fand während der Pandemie in gemeinsamen Studiosessions zusammen und verbindet in ihrem eigenen Stil, den sie augenzwinkernd „Soulrabaya“ nennen, klassischen Soul, Jazz und Funk mit ihrer indonesischen Herkunft.
Doctrine Of Love
Artist: Jalen N‘Gonda
Label: Daptone Records
Manchmal reichen nur wenige Sekunden, um zu wissen, dass etwas Besonderes beginnt. Genau dieses Gefühl stellt sich bei den ersten Takten von „Anyone In Love“ ein, dem Opener von Jalen N‘Gondas neuem Album "Doctrine Of Love". Ein Meisterwerk, nicht mehr und nicht weniger.

