Es verweist auf die patriarchale Frostigkeit, die Bedingungen des Aufwachsens der Schriftstellerin. In vier Kapiteln erfahren wir vom Istanbul der 60er und 70er-Jahre, ihre Reisen in europäische Städte, vor allem aber auch von ihren psychotischen Episoden, Gewalterfahrungen durch sadistisches Klinikpersonal sowie die Elektroschocktherapien. Schreiben wird zum Akt der Selbstermächtigung. Dafür verwendet sie eine sehr bildhafte, zurückgenommene Sprache.
Eine wahre Entdeckung.
Tezer Özlü
Die kalten Nächte der Kindheit
Suhrkamp, 112 S.


