Portraits
Nachruf: Benny Latimore
Manchmal braucht es nur eine Stimme, um eine ganze Ära heraufzubeschwören. Tief, rau, sinnlich. Latimore, geboren als Benjamin William Latimore, ist am 22.August im Alter von 86 Jahren gestorben. Seine Geschichte beginnt weit entfernt vom Soul-Scheinwerferlicht: 1939 in Charleston, Tennessee. Als Teenager sang er im Kirchenchor, später entdeckte er am Piano seine zweite große Leidenschaft, obwohl er, wie er selbst erzählte, nie Klavierunterricht hatte und sich das Spielen nach Gehör beibrachte. Während des Studiums in Nashville entschied er sich gegen den sicheren Weg und für die Musik.
Valérie Ekoumé
Wenn Tradition auf Moderne trifft und daraus Musik entsteht, die zum Tanzen einlädt, dann klingt das nach Valérie Ekoumè. Mit ihrer Musik verbindet sie moderne Afropop-Klänge mit den traditionellen Rhythmen ihrer Heimat Kamerun.
Kevin Morby
Manche Künstler schreiben Songs über das Ankommen. Kevin Morby schreibt lieber über das Unterwegssein. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Genau daraus besteht seine Musik. Sie klingt wie eine lange Autofahrt durch den amerikanischen Mittleren Westen: vorbei an Tankstellen, Motels und endlosen Straßen. Es sind Songs über Orte, aber eigentlich immer über Menschen.
Snarky Puppy
Was passiert eigentlich, wenn man dutzende Weltklassemusiker:innen in eine Band steckt? Im Fall von Snarky Puppy entsteht so etwas wie eine Superband. Wobei...eigentlich trifft auch das den Kern nicht ganz. Denn Snarky Puppy ist weniger eine feste Band als ein musikalisches Kollektiv. Ein Ort, an dem Jazz auf Funk trifft, Gospel auf Fusion und musikalische Neugier wichtiger ist als jede Genregrenze.
Say She She
Manchmal entstehen die besten Bands genau dann, wenn niemand damit rechnet. Bei Say She She begann alles damit, dass sich zwei Nachbarinnen in New York durchs Wohnzimmer singen hörten. Piya Malik und Sabrina Cunningham wohnten Wand an Wand, freundeten sich an und schrieben bald gemeinsam Songs. Kurz darauf kam Nya Brown dazu. Aus drei Stimmen wurde eine Band, deren Harmonie genauso wichtig ist wie ihre Botschaft. Der Name Say She She ist übrigens eine Hommage an Chic und den legendären Nile Rodgers.
RIP Clive Davis
Die Musikwelt hat einen ihrer bedeutendsten Wegbereiter verloren: Clive Davis ist im Alter von 94 Jahren verstorben. Über sechs Jahrzehnte lang prägte der legendäre Produzent und Labelchef den Sound von Pop, Soul, Rock und R&B wie kaum ein anderer.
Greentea Peng
Hinter diesem Namen steckt die Londonerin Aria Wells, geboren und aufgewachsen in Bermondsey im Süden der britischen Hauptstadt. Musik war quasi von Anfang an Teil ihres Lebens. Ihr Vater arbeitete als Schauspieler und Musiker, zu Hause wurde viel gesungen, ebenso wie in Schul- und Kirchenchören.
Olive Jones
Olive Jones kommt aus Dorset im Süden Englands, aufgewachsen zwischen Jazzplatten, Soul Records und ziemlich viel Musik. Angefangen hat alles mit dem Saxophon, später kam dann die Gitarre dazu. Schon früh interessierten sie weniger perfekte Performances als vielmehr Stimmen mit Ecken, Charakter und Songs, die etwas auslösen.
Marcos Valle
Am 03. Juni gastiert Bossa-Nova-Sunnyboy Marcos Valle im Porgy & Bess und zeigt eines ganz deutlich: Musik hält jung.

