Nach ihrer „Legacy“-EP von 2022 ist „The Womack Sisters“ nun ihr erstes vollständiges Album. Elf Songs, veröffentlicht bei Daptone Records, die jede der drei Schwestern auch als eigene Sängerin zeigen. Kucha bringt eine sanfte, von Curtis Mayfield und Smokey Robinson geprägte Soulstimme mit, Zeimani setzt auf Wärme und Groove, während BG zwischen Gospelkraft und bluesiger Rauheit wechselt. Am stärksten wirkt das Album aber oft dann, wenn sich ihre Stimmen zu, man könnte sagen, Familienharmonien verbinden.
Musikalisch erinnert vieles an klassischen Soul, die Geschichten darin gehören aber ganz klar ins Heute. „Chauffeur“ entstand aus einer Zeit, in der die Schwestern selbst Uber fuhren, um ihre Miete bezahlen zu können. Ein Song über Rechnungen, Durchhaltevermögen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Auch sonst geht es um Liebe, Abschiede, Verletzlichkeit und Zusammenhalt. Eben alles, was das Leben mit sich bringt. Den passenden Schlusspunkt setzt Track 11: „My Sisters and Me“, in dem es heißt: People come and go, but, darling, this I know, it will always be my sisters and me. Nach allen Umwegen bleibt nämlich genau das bestehen: drei Schwestern, drei Stimmen und eine gemeinsame Geschichte.
Anspieltipps der Musikredaktion:
- If I Let You
- Chauffeur
- If You Want Me
- I Just Don’t Want You (To Say Goodbye)

