Der Titel ist Programm. „Sunshine“ klingt warm, leicht und mühelos. Die elf Songs leben von sanft treibenden Basslines, analogen Synthesizern, lässigen Grooves und den charakteristischen Falsett-Harmonien. Statt auf einzelne große Hits zu setzen, entfaltet das Album seine Stärke als geschlossenes Hörerlebnis.
Schon die Vorab-Singles „Carry On“, „The Wave“ und „Someday, Somewhere“ zeigten die Richtung: weniger Club-Euphorie als auf dem Vorgänger „Volcano“, dafür entspannte Eleganz. Jungle bleiben tanzbar, ohne Frage, nehmen aber bewusst Tempo heraus und schaffen Raum für Melodien, die nachwirken.
Seit ihrem Debüt 2014 zählt die Band zu den stilprägendsten Acts zwischen Neo Soul, Disco und modernem Pop. Ihr Erfolgsrezept ist dabei unverändert geblieben: Musik, die nicht nur gehört, sondern vor allem gefühlt werden will. „Sunshine“ ist kein Album der großen Gesten. Es überzeugt mit Atmosphäre und einer wohltuenden Gelassenheit.

