"Chilling Effect" knüpft an den Ansatz an, den er bereits mit der EP Moon Mist begonnen hat: ein Album, das Soul, brasilianische Rhythmen, dezente Electronica und elegante Disco-Elemente zu einem stimmigen Ganzen verbindet. Wade setzt dabei konsequent auf Reduktion. Nichts wirkt überladen, jeder Klang hat seinen Platz. Flöten, Bläser und fein akzentuierte Gitarrenlinien verleihen den Songs eine organische Leichtigkeit, während die Produktion durchgehend warm und transparent bleibt.
Besonders deutlich wird Wades musikalische Handschrift in den einzelnen Songs. „See/Believe“ wirkt mit schwebenden Harmonien und einer entspannten Mischung aus Soul und brasilianisch inspirierten Rhythmen. Der Titelsong „Chilling Effect“ setzt auf zurückhaltende Grooves, psychedelische Klangfarben und eine Produktion, die viel Raum für Details lässt. „Using the Spoon“ schließlich bringt etwas mehr Bewegung ins Album.
"Chilling Effect" ist kein Album für den schnellen Effekt. Es entwickelt seine Qualität mit jedem Hördurchgang und überzeugt weniger durch große Gesten als durch feine Arrangements und ein ausgeprägtes Gespür für Atmosphäre. Ein unaufgeregtes, stilistisch vielseitiges Soul-Album.
Anspieltipps der Musikredaktion:
- Chilling Effect
- Tomorrow/Yesterday
- See/Believe
- Using The Spoon
- The Softer Fur

