Musikgeschichten
Wann wurde eigentlich alles Pop?
Früher war Pop vielleicht noch leichter zu erkennen. In den 60ern und 70ern bedeutete Pop vor allem eingängige Songs, große Refrains und Radiohits. Die Motown Ära rund um Diana Ross brachte Soul und Groove in die Wohnzimmer der Welt und machte Popmusik erstmals wirklich global. Gleichzeitig entstand dahinter eine riesige Industrie. Labels bauten Stars gezielt auf, Songs wurden in regelrechten Hit Fabriken geschrieben.
Im Gespräch mit Eddie Piller
Geboren mitten in der Mod-Szene des Londoner East Ends, war Musik für ihn eigentlich von Anfang an vorprogrammiert. Seine Mutter leitete sogar den Fanclub der legendären Band Small Faces. In den frühen 80ern gründete Eddie erst ein eigenes Fanzine und Label, bevor er bei Stiff Records landete und als Manager und Produzent die ersten Schritte des James Taylor Quartet begleitete.
What is Pop? - im Gespräch mit Eberhard Forcher
In einem Interview erklärte Musikwissenschaftler Hubert Gauvin, wie sehr Streaming-Dienste, vor allem Spotify, die Popmusik verändert haben könnten. In seiner Untersuchung stellte er fest, dass sich die Intros der Chartmusik in den letzten 30 Jahren stark verkürzt haben. Von rund 23 Sekunden auf nur noch 5 Sekunden im Schnitt. Kurz gefasst: Die Welt wird sekündlich schneller, sodass allen und allem weniger Zeit bleibt, für sich zu werben, wodurch das „auf den Punkt kommen“ eine immer stärkere Ausprägung erfährt. Ein Track mit einem zu langsamen Aufbau wird vermutlich vom gemeinen Musikhörer geskippt, während ein Track, der sofort startet, weitergehört wird und die Aufmerksamkeit bündelt. Ob das alleine schon die Popmusik nachhaltig verändert hat, oder ob es auch andere Gründe dafür gibt, das möchte ich in einem Gespräch herausfinden. Und mit wem sollte ich sonst sprechen, als mit Eberhard Forcher.
What is Pop?
Popmusik befindet sich seit Jahrzehnten in einem stetigen Wandel, sowohl musikalisch als auch gesellschaftlich und technologisch. Besonders deutlich wird das im Vergleich zwischen der Popmusik früherer Generationen und den heutigen Produktionen. In den 1950er- und 1960er-Jahren war Popmusik noch stark von klassischen Instrumenten, festen Bands und klaren musikalischen Strukturen geprägt. Künstler entwickelten oft über Jahre hinweg einen eigenen Stil.
Mit Superfly um die Welt: Nigeria
Wenn man an Nigeria und die Musik von dort denkt, haben viele sofort Afrobeat im Ohr. Große Hooks, World Music Hits, globale Charts. Aber unter dieser Oberfläche wächst seit einigen Jahren eine Szene, die bewusst einen anderen Weg geht. Sie nennt sich „Alté“, kurz für „alternative“ und das ist hier mehr Haltung als Genre.
Mit Superfly um die Welt: Gnawa (Marokko)
Wenn wir heute mit Superfly um die Welt reisen, dann landen wir in Marokko, zwischen Atlantikküste und Wüste, dort wo Musik mehr ist als Klang. Gnawa, das ist kein klassisches Genre, sondern eine spirituelle Tradition mit Wurzeln in Westafrika, aus Regionen wie Mali oder Senegal, die über transsaharische Routen nach Nordafrika kam. In Marokko entstand daraus ein eigener kultureller Kosmos.
Mit Superfly um die Welt: Die Frauen Malis
Wenn wir heute mit Superfly um die Welt reisen, dann landen wir in Mali, zwischen Bamako und der Weite der Sahelzone. Ein Ort, an dem Musik nie nur Unterhaltung war, sondern immer auch Erinnerung, Widerstand und Identität. Und genau hier beginnt die Geschichte einer Künstlerin, die diesen Sound geprägt hat wie kaum eine andere: Oumou Sangaré.
Im Gespräch: katarina kaltenegger / chiara scherf
Wenn Mode, Musik und Mindset aufeinandertreffen, dann entsteht manchmal mehr als nur ein Event, dann entsteht ein Statement. Am 16. April verwandelt sich der O - Klub in genau so einen Ort: Bei der GTRIX Club Night geht es nicht nur um Beats und Dancefloor, sondern um Energie, Community und ein ganz neues Kapitel im Wiener Nachtleben.
Im Gespräch: Jeremiah von Grow! Records
Von Christian Mahringer (aka Jeremiah) zusammen mit Martin Retschitzegger (Tin) und Michael Peter (Duke) 1995 gegründet, etablierte sich Grow! schnell als ein zentraler Akteur in der Underground-House-Szene.

