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Wann wurde eigentlich alles Pop?

Wann wurde eigentlich alles Pop?

Früher war Pop vielleicht noch leichter zu erkennen. In den 60ern und 70ern bedeutete Pop vor allem eingängige Songs, große Refrains und Radiohits. Die Motown Ära rund um Diana Ross brachte Soul und Groove in die Wohnzimmer der Welt und machte Popmusik erstmals wirklich global. Gleichzeitig entstand dahinter eine riesige Industrie. Labels bauten Stars gezielt auf, Songs wurden in regelrechten Hit Fabriken geschrieben.

Dabei ging es bei Pop eigentlich nie nur um einen bestimmten Sound. Das Wort kommt schließlich von „popular“. Also Musik, die viele Menschen erreicht. Genau deshalb wurde Pop irgendwann größer als ein einzelnes Genre und Teil der Popkultur. Mode, Fernsehen, Trends und Jugendbewegungen begannen plötzlich genauso mitzuspielen wie die Musik selbst. In den 80ern machte MTV Pop endgültig zum visuellen Ereignis. Madonna verstand früh, dass zu Pop auch Provokation, Identität und Inszenierung gehören. Musikvideos wurden genauso wichtig wie die Songs selbst. Mit Pop kamen neue Figuren und Begriffe: Popstars, Pop Icons, Divas, Girlbands und Boybands. Musik wurde nicht mehr nur gehört, sondern auch gesehen und vermarktet.

In den späten 90ern und 2000ern erreichte diese Popmaschine ihren nächsten Höhepunkt. Britney Spears wurde zum Symbol einer ganzen MTV Generation. Gleichzeitig wanderten Hip Hop, R&B und elektronische Musik immer stärker in den Mainstream. Genres begannen zu verschwimmen und Pop entwickelte sich zunehmend zum Sammelpunkt unterschiedlichster Sounds und Einflüsse. Parallel dazu veränderten Internet, Streaming und später TikTok die Musikindustrie komplett. Früher entschieden Radiosender und Musikfernsehen, was groß wird. Heute übernehmen das Algorithmen und Playlists.

Besonders hörbar wurde dieser Wandel in den 2010ern. Lorde brachte minimalistischen Pop zurück in die Charts. Frank Ocean zeigte, wie offen moderner Pop zwischen Soul, Alternative R&B und experimentellen Sounds klingen kann. The Weeknd verband düsteren R&B mit Synth Pop und Stadiongröße, während Billie Eilish bewies, dass selbst leise Bedroom Produktionen globale Popmomente auslösen können. Heute verbinden Artists wie Jungle, RAYE oder Olivia Dean Soul, Funk, Indie, elektronische Musik und modernen Groove ganz selbstverständlich miteinander. Vielleicht ist Pop heute deshalb weniger ein fixes Genre als vielmehr ein Ort, an dem unterschiedlichste Sounds und Ideen aufeinandertreffen.

Und genau deshalb lieben wir ihn auch bei Radio Superfly. Nicht als beliebigen Chart Hintergrundsound, sondern als handverlesene Musik mit Charakter, Gefühl und Groove. Genau daraus entsteht jetzt auch unser neuer Channel Superfly Pop. Hört rein!

 

 

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