Vier Jahre nach dem gefeierten Album „Cure The Jones“ meldet sich das Quintett um Frontmann Andy Platts jetzt also zurück. Mit elf frischen Tracks, die klingen, als hätten sie sich direkt aus einer perfekt temperierten 70s-Studiokonsole geschält. Funk-Grooves, die sofort in die Beine gehen, Soul mit ordentlich Tiefgang, dazu dieses geschmeidige Pop-Gespür. Das ist nicht einfach Retro, das ist ein ziemlich stilvoller Zeitsprung mit Ansage.
Hier sitzt einfach alles. Die Arrangements sind auf den Punkt, das Songwriting clever und dann dieser unverkennbare Charme? Kommt frei Haus dazu. Man hört sofort: Diese Band weiß genau, was sie tut und vor allem, warum. Im Zentrum steht natürlich die Stimme: Frontmann Andy Platts liefert Soul mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er die goldene Ära selbst miterlebt. Ob Falsett oder voller Druck seine Performance ist durchgehend elektrisierend.
„Dig!“ ist kein Experiment, sondern ein Volltreffer. Ein weiteres Highlight in einer Diskografie, die sowieso schon schwer Eindruck macht, und ein Album, das man ziemlich bedenkenlos auf Repeat stellen kann. Es ist eine Erinnerung daran, dass Soul nie verschwunden ist. Man muss nur wissen, wie man ihn spielt.
Anspieltipps der Musikredaktion:
- Food for the Flames
- Joy
- Living on Mercy
- First time in a Long Time
- Hardest Yards
- The Proof

