Der Opener „Touch of Gold“ setzt gleich ein Statement. Jazzige Eleganz trifft auf einen tighten Hip-Hop Switch. Danach geht’s weiter durch nächtliche Soundscapes: „All I Have to Say“ liefert eine starke Late-Night-Energie, während „Palau“ und „La Vie“ tief in dubbige, trip-hopige Gefilde eintauchen und „La Parisienne“ die Frauen der französischen Hauptstadt mit einer lässig funkigen Eleganz auf ein Podest hebt.
Auf 13 Tracks entfaltet sich ein warmes, detailverliebtes Klanguniversum zwischen dusty Breakbeats, analogen Texturen und organischer Instrumentierung. Hier trifft crate-digger Ästhetik auf cineastische Tiefe. Auch die Vocal-Features setzen Highlights: Cézanne auf „This Won’t Do“, Oli Hannaford mit soulful Vibes auf „Time of Day“ und Pete Josef auf dem Afrobeat-inspirierten „Long Way from Home“. Ein besonderer Moment: Spoken-Word-Ikone Ursula Rucker auf „Now, Pause…“, ein Track zum Innehalten.
"Alchemist" ist kein lautes Debüt, und genau darin liegt seine Stärke. Es entfaltet sich langsam und wirkt dabei umso nachhaltiger. Ein Album für späte Stunden, offene Fenster und gute Anlagen. Alexander IV, "Alchemist", ist auf Sonar Kollektiv erschienen.
Anspieltipps der Musikredaktion:
- Touch of Gold
- Génie
- Now Pause
- Long Way From Home
- Time of Day
- Bop
- La Parisienne
- Midnight

