Das elf Tracks umfassende Album enthält ausschließlich instrumentale Soul-Funk-Nummern. Aber den Gesang vermisst man keine Sekunde. Zu gekonnt übernehmen vor allem die Bläser die Solo-Parts. Dabei stellen sie sich aber jederzeit in den Dienst der Songs. Ausgefallene, aber nicht ausufernde Melodielinien legen sich über satte Soul-Arrangements wie man sie aus dem Hause Daptone gewohnt ist.
Mitunter tauchen Streichersätze oder ein verhalltes Cembalo auf, und wechseln die Tempi, was manchen Nummern einen beinahe psychedelischen Touch verleiht. Kein Wunder, dass einem bei Apollo's Mood etwa der Beatles-Song Lucy in the Sky with Diamonds einfällt.
Das Mastermind hinter den Olympians heißt Toby Pazner, seines zeichens langjähriges Mitglied der Daptone-Family. Vor einigen Jahren spielt er in der Akropolis in Athen. Dort hat er eine Vision. Er will nichts weniger als die mythischen Sagen der alten Griechen durch die Sprache der Musik erzählen.
Um seine Vision zu verwirklichen, hat er die Creme de la creme der Daptone-Musiker um sich geschart, unter anderen Thomas Brenneck und Leon Michels. Ob das Resultat tatsächlich die griechischen Sagen evoziert, bleibt dahingestellt. Was wir mit Sicherheit sagen können, ist, dass das Resultat sagenhaft klingt.
Die Anspieltipps der Musikredaktion:
- Sirens Of Jupiter
- Venus
- Pluto's Lament