"Off The Fence" ist keine nostalgische Retro-Platte, sondern ein lebendiges Statement: Eine fulminante Mixtur aus Northern Soul, Rhythm & Blues, Jump Blues und Latin-inspirierten Percussion Songs. Er versteht es, bekannte Redewendungen mit überraschend frischen Bedeutungen aufzuladen, ob bei der treibenden Rumba-Eröffnung “Two Birds With One Stone” oder dem augenzwinkernden “Particular”. Ein besonderes Highlight ist das Duett mit Van Morrison auf "Ain’t That A Trip", ein bluesiger Kracher der die Verbindung der beiden Musiker über Jahrzehnte hinweg zelebriert.
Hunter und seine Band spielen mit einer beeindruckenden textlichen und musikalischen Leichtigkeit. Sein sogenannter „Thesaurus-Schreibstil“ zeigt sich in cleveren, oft witzigen Wortspielen, die den Texten eine subtile britische Ironie geben. Die musikalischen Texturen sind dabei satt und organisch: jede Phrasierung, jede Bläser-Line, jedes Groove-Detail sitzt und dient dem Song. Ein Beleg dafür, wie nah sich Hunters Six über die Jahre eingespielt haben.
"Off The Fence" ist ein Triumph für The James Hunter Six. Ein Album, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in sich vereint. Es schlägt eine Brücke zwischen klassischem Soul und zeitgemäßem Groove, bleibt aber jederzeit authentisch, vital und mitreißend. Ein essentieller Soundtrack für alle, die echte, lebendige Musik lieben - mit Herz, Haltung und unbändiger Spielfreude.
Anspieltipps der Musikredaktion:
- A Sure Thing
- Ain’t That A Trip
- Here and Now
- Gun Shy
- Believe it When I See It
- Trouble Comes Calling

