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"Ich bin mir sicher, wir können das Lighthouse durchziehen"

#032 | feat. Hennes Weiß

Rudi Wrany im Gespräch mit Hennes Weiß, dem Organisator des Lighthouse Festivals, Mitinitiator des Testkonzeptes test FRWD, Ex Pratersauna Betreiber, Mitbetreiber des neuen Hybridclubs Praterstrasse und Manager von HVOB über den dritten Anlauf mit der Praterstrasse, den Launch des Testkonzeptes und seine Erfahrungen mit der Politik, seinen Optimismus das Lighthouse Festival betreffend und neue Pläne.

CLUB KULTUR | Folge #032 | DER ARTIKEL ZUM PODCAST

"Ich bin mir sicher, wir können das Lighthouse durchziehen"

Wien, 24. Juni 2021

Kopfsprung

Alle Clubs haben nach den frohen Botschaften der Politik nun ihre Openings gelauncht. Von „Wieder da“ bis „Alive“- alles sehnt die „Normalität 2.0“ herbei. Doch gemach, noch ist Delta ein Gespenst, das uns Ungewissheit zuraunt und daher überlegen die Behörden, nicht gleich auf all in zu setzen. Ich bin hier durchaus auch auf der vorsichtigen Seite. Noch ein Lockdown und wir können das Clubleben vergessen. Aber es stimmt natürlich, die Infektionszahlen sind niedrig und die Impfrate steigt. Nur: Viele Jungen wollen sich nicht impfen lassen und da könnte das Problem begraben liegen.

Unsere deutschen Freunde jedenfalls schielen schon mit ungläubiger Freude zu uns. Was echt, es geht los?

Kulturjahrmarkt

Viele Locations und Clubs wurden auch vom Tempo etwas überrascht, mit dem Öffnungen verkündet wurden und Sperrstunden gefallen sind. Andere hatten sich akribisch darauf vorbereitet und basteln seit Wochen an diversen, nicht ganz kommerzfreien Outdoorflächen- unter dem Deckmantel der „Kultur“ freilich. Fährt man etwa durch die Spittelau, dann merkt man, dass das Werk einiges an Manpower eingesetzt hat, um zu zeigen, dass man wieder da ist, man hat fast den Eindruck,als betrete man einen kleinen Jahrmarkt. Man sollte nur vorsichtig sein, dass sich die gut gemeinte Kreativität nicht zu sehr ins Aufdringliche verzerrt.

Erste Sommertrends 2021

- Das Musikprogramm einiger Venues und Locations tendiert zu absoluter Belanglosigkeit. Je smoover, chilliger und leicht verdaulicher der Sound, desto sicherer ist man sich, dass es funktionieren wird. Nur ja kein Risiko, alle sollen bitte nur glücklich und gechillt sein. Etwas mehr Risiko könnte ab und an nicht schaden.

- Die Post Corona Gagen sind ganz und gar nicht inflationsangepasst. Hört man sich ein wenig um, so überwiegt das Argument, dass nun gespart werden müsse. Oft gibt es nur zweistellige Beträge. Damit kommt man dann mit dem Taxi hin und her. Aber zu viele Djs sind nun zu lange arbeitslos gewesen und machen daher zähneknirschend mit.

- Die „wilden“ Raves und selbsternannten Demos werden sicher nicht per Knopfdruck aufhören , nur weil die Clubs öffnen, soviel weiß man schon. Warum auch, man war zu erfolgreich damit und günstiger ist es auch.

- Die Teilung der Party-Besucher in Bling-Bling, Rooftop- weil wir haben e keine Sorgenmenschen und diejenigen, die nun eher aufs Geld schauen müssen wird noch genauer erkennbar als davor. Edelclubs und Musikbars in innerstädtischer Lage sind ja nicht gerade günstig, und nicht jeder hat im Lockdown sparen können oder gut mit Kypto verdient.

- Draußen: Alles will raus, falls es wieder eng werden sollte. Events an der frischen Luft,in Parks, auf Schiffen und Wiesen werden Hochkonjunktur haben, hoffentlich spielen die Nachbarn und die Behörden mit.

- Und. Es gibt PIZZA, und zwar überall. Als hätten wir es erfunden sprießen nun überall und allerorts die „besten, kreativsten und überhaupt“ Pizzakonzepte aus dem Boden. Für (seit dem Lockdown) Diätbewusste wie mich ist das nur einmal im Monat eine Option, doch viele Gastronomen schwören darauf. Der Burger war gestern, es lebe die Teigflade

WURSTI in the house

Wursti, wie ihn viele alte Freunde nennen, aka Hennes Weiß ist in Wien wahrlich kein Unbekannter. Seine Anfänge liegen im legendären Wurstsalon in den späten Nullerjahren, daraus wurde ein immer größerer Drang nach etwas Neuem, Speziellem. 2009 schließlich eröffnete er gemeinsam mit Partner und Freund Stefan Hieß aka Friedrich Locke, die Pratersauna, die die beiden bis Anfang 2016 führten. Danach erfolgte unter großem medialem Getöse die Übernahme durch Martin Ho und die Dots Group, der ja schon 2015 im angrenzenden Teil des Gebäudes das VIE i PEE eröffnete. Die Sauna wurde eine unbeschreibliche Erfolgsgeschichte und so entschlossen sich die beiden, 2012 auch ein eigenes Festival namens Lighthouse in Kroatien ins Leben zu rufen, in Kooperation mit dem X-Jam, welches das Gelände ja schon bespielte. Nach dem Verkauf der Marke Pratersauna kümmerte sich Weiß um das Management von HVOB, mit Sängerin Anna Müller verbindet ihn ja eine tiefe Freundschaft. Auch dieses Projekt ging international voll auf, es folgte ein zweites Lighthouse Festival in Kapstadt und immer weiter reichende Pläne, bis eben Anfang 2020 die Pandemie alles durcheinander wirbelte. Kurz davor hatte Weiß ja im Team mit einigen umtriebigen Promotern und Gastronomen, unter anderem auch Sunshine Mitbegründer Heinz Tronigger den Hybridclub Praterstrasse eröffnet, mitten in den Ausbruch der Pandemie hinein quasi. Der Clubraum gilt neben der schicken Bar als Vorzeigeprojekt in Sachen Raum in Raum Architektur, basierend auf den Plänen des alten ATV Fernsehstudios. In der Pandemie entwickelte er mit seinem dortigen Partner Veit Aichbichler das Testkonzept testFRWD, das als sichere Eintrittsteststrategie in der Nachtgastronomie und bei Festivals Anwendung und breiten Zuspruch finden soll. Vieles zu diesen Themen und natürlich auch noch einiges mehr hört Ihr im Podcast.

Weiteres erfahrt Ihr, wenn Ihr reinhört. Schickt mir eure persönliche Meinung, Anmerkungen, Inputs oder Themenvorschläge an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

Die nächste Ausgabe gibt's in zwei Wochen am 08. Juli 2021.

Rudis Kopf

 

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Im Gespräch mit Crazy Sonic:

Hennes Weiß

1599043103 Praterstrasse vlnr. Heinz Tronigger Benjamin Loudon Hennes Weiss Kurt Patzak 2

Hennes Weiß, Clubbesitzer, Festival Organisator
https://www.instagram.com/hennes_weiss/?hl=de
https://de-de.facebook.com/lighthousefestival/
https://www.lighthousefestival.tv/

CLUB KULTUR

MIT CRAZY SONIC

Was man in über 25 Jahren als DJ und Veranstalter in der Wiener Clubszene alles erlebt...? 

Als fixer Teil der legendären Veranstaltercrew des damaligen Kultclubs "Meierei" beim Wiener Stadtpark konnte sich der gebürtige Kärntner Rudi Wrany alias Crazy Sonic mit der Partyreihe "con:verse" 1999 zum ersten Mal in der Hauptstadt einen Namen machen. Unvergessene Feste!

In den 00-er Jahren holte er die Creme de la Creme der nationalen und internationalen House und Techno Szene ins Wiener Flex zu seiner langjährig-erfolgreichen, wöchentlichen Dienstagsreihe "CRAZY". Zuletzt schmiss er in der Grellen Forelle und der Pratersauna die extrem erfolgreichen Parties "Zuckerwatt", "Luft & Liebe", "Nachtschwimmer" oder "5 Uhr Tee".

Es gibt nur wenige bekannte DJs, die er noch nicht an die Turntables der Wiener Clubs geholt hat, kaum einen der noch nicht mit Rudi auf ein Glas Wein gegangen ist. So viel sei also verraten: Zu erzählen hat er einiges, der Rudi.

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