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"AUCH IN DER KLEINSTEN KÜCHE IST IMMER EIN PLATZ"

#031 | feat. Gregor Imhof

Rudi Wrany im Gespräch mit Gregor Imhof, einem der beiden SASS Music Club Betreiber (neben Sebastian Schatz, der hier natürlich auch Erwähnung finden soll) über die magische Anziehung der Mikroküche aka „Backstage“ im sympathischen Kleinclub am Karlsplatz, über „Koks“ Salzdosen, die geheimen Kameraaufzeichnungen aus 14 Jahren und natürlich auch über ernste Themen wie Zukunftspläne und politische Festlegungen.

CLUB KULTUR | Folge #031 | DER ARTIKEL ZUM PODCAST

"Auch in der kleinsten Küche ist immer ein Platz"

Wien, 10. Juni 2021

ÖFFNUNGSFREUDE
Zum Sommer kommen die Öffnungen. Seit heute darf man wieder bis Mitternacht strawanzen und feiern, streng nach Vorschrift natürlich, aber man hat nun die Wahl, was man tun will und jeder darf für sich selbst entscheiden, wie sein soziales Leben der Zukunft nun aussehen kann und wird. Alles abzulehnen - auch das Testen - wird eben nicht gehen, es sei denn man ist Einsiedler. Spürbar ist in jedem Fall eine Abnahme der Polarisierungen, denn selbst den eingefleischtesten Hardcore „Querdenkern“ gehen angesichts der raschen Normalisierung ihre kruden Argumente aus. Ab Juli sollen nun die Sperrstunden gänzlich fallen und auch die Nachtgastronomie darf wieder öffnen, allerdings ist man sich hier nicht ganz einig, wie und auf welcher Tuchfühlung. Tanzen wird noch kritisch gesehen, an zugewiesenen Plätzen sitzen soll erlaubt sein - aber jeder weiß, dass man nicht bis 6 Uhr Früh zu Techno an Tischen sitzen wird. Hier warten wir äußerst gespannt auf die Lösung.

GARTENFESTE
werden angesichts der warmen Temperaturen genügend gefeiert, dazu kommen Rooftops und sonstige Bars, die nun alle die/den DJ wieder entdeckt haben. Für ein paar Euro darf man einige Stunden die afterworkende Menge beschunkeln - noch. Denn die Menschen sehnen sich nach Freiheit, nach Eskalation im positiven Sinne, nach dem Abschütteln des mausgrauen Winters und Frühlings 2021. Doch noch sind die dafür geschaffenen Räume, die Clubs zu, es sei denn man hat gute Ideen und Schanigärten.

BEWARE OF THE AWARNESS
und so war es nur logisch, dass es also wieder passierte: Tausende feierten „wild“ (ja was denn sonst) am Karlsplatz, drängten zum Donaukanal, erklommen Denkmäler, entzündeten Feuerzeuge, trafen sich und ravten. Doch das Bild, das danach in der Öffentlichkeit und in den Medien darüber gezeigt wurde, war ein anderes: Verletzte Polizisten, ein Wirrwarr, böse Worte, fliegende Flaschen. Ein Polizeipräsident, der das alles zu rechtfertigen versuchte, viele Beobachter, die es anders sahen und nicht dulden wollen, dass schon wieder die bösen „linken, Autonomen“ Schuld sein sollen. Und wer genau hinsah, die Videos akribisch studierte, sah nicht nur ganz junge Menschen. Es waren am Karlsplatz letztes Wochenende durchaus ältere Semester anwesend, und viele Augenzeugenberichte geben an, dass alles sehr friedlich verlaufen war, bis...ja bis irgendwoher die Flaschen flogen und Platzverbote folgten. Die Fronten danach waren verhärtet, mit immerhin dem Resultat, dass es nun „Awareness“ Teams der Stadt geben soll, die auf die Feiernden zugehen sollen. Das ergab jedenfalls ein runder Tisch zwischen der Stadt und „Vertretern der Clubkultur“, zu dem allerdings viele nicht eingeladen waren. Die IG- Clubkultur, die nun ebenfalls, neben der Club Commission kräftig mitmischt scheint aber nicht nur Freunde zu haben und nicht alles, was an dem runden Tisch herauskam, schien auch so rüber zu kommen. Fazit: „Die Stadt hat keine Partyzonen, aber auf der Donauinsel ist sicher noch ein Platz...“

gregor

(Gregor Imhof (li) + Begleitung ;))

KEIN PLATZ
war oft mehr in der Küche des SASS. Nie zum offiziellen Backstage hochgeadelt war der kleine Durchgang aber immer schon Treffpunkt aller Sympathischen und Verwirrten, der Schönen und Armen, der Betrunkenen und derjenigen, die tatsächlich einen Drang verspürten, doch nicht mit der Masse - manche Ex-Manager würden dazu „Pöbel“ sagen - das normale WC teilen wollten. Dort wurden Räder neu erfunden, viele Reissäcke fielen in China um und ab und an stritt man auch ein wenig. Dann ging man eben wieder raus ins brodelnde Geschehen und shakte weiter, egal ob unter der Woche oder in der Afterhour. Jeder von uns hat schon einmal etwas im Sass verloren und sei es nur seine Muttersprache. Jeder hat schon einmal einen Kurzen mit Gregor gezwitschert und jeder hat schon einmal hinter dem Dj sitzen dürfen. Und viele Nächte waren das, mein Gott, samt zugehörigen Gehirnzellen. Jetzt sperrt unser aller Sass hoffentlich bald wieder auf. Gregor Imhof ist um keinen Spruch und Scherz verlegen. Darum hab ich ihn eingeladen und interviewt, auf das Kurzweil herrsche...Den Rest hört Ihr im Podcast.

Weiteres erfahrt Ihr, wenn Ihr reinhört. Schickt mir eure persönliche Meinung, Anmerkungen, Inputs oder Themenvorschläge an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

Die nächste Ausgabe gibt's in zwei Wochen am 24. Juni 2021.

Rudis Kopf

 

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Im Gespräch mit Crazy Sonic:

GREGOR IMHOF

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Gregor Imhof, Clubbesitzer
https://www.sassvienna.com/club.html
https://www.facebook.com/sassmusicclub

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CLUB KULTUR

MIT CRAZY SONIC

Was man in über 25 Jahren als DJ und Veranstalter in der Wiener Clubszene alles erlebt...? 

Als fixer Teil der legendären Veranstaltercrew des damaligen Kultclubs "Meierei" beim Wiener Stadtpark konnte sich der gebürtige Kärntner Rudi Wrany alias Crazy Sonic mit der Partyreihe "con:verse" 1999 zum ersten Mal in der Hauptstadt einen Namen machen. Unvergessene Feste!

In den 00-er Jahren holte er die Creme de la Creme der nationalen und internationalen House und Techno Szene ins Wiener Flex zu seiner langjährig-erfolgreichen, wöchentlichen Dienstagsreihe "CRAZY". Zuletzt schmiss er in der Grellen Forelle und der Pratersauna die extrem erfolgreichen Parties "Zuckerwatt", "Luft & Liebe", "Nachtschwimmer" oder "5 Uhr Tee".

Es gibt nur wenige bekannte DJs, die er noch nicht an die Turntables der Wiener Clubs geholt hat, kaum einen der noch nicht mit Rudi auf ein Glas Wein gegangen ist. So viel sei also verraten: Zu erzählen hat er einiges, der Rudi.

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