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"DIE KANTINE IST ZURÜCK- DER PRATER BEBT"

#065 | feat. Anna Jurjans vom neuen Club "Kantine"

Rudi Wrany im Gespräch mit der neuen Betriebsleiterin des Pop Up Clubs im Prater, gegenüber dem Admiral Casino, Anna Jurjans, über den neuen Club und seinen Stellenwert im Wiener Nachtleben. 

CLUB KULTUR | Folge #065 | DER ARTIKEL ZUM PODCAST

„Die Kantine ist zurück - der Prater bebt"

Wien, 29. September 2022

ES WERDEN NATÜRLICH NICHT ALLE BEGEISTERT SEIN
….sagte einer der Betreiber des neuen Pop Up Clubs Kantine im Prater. Es ist ein neuer Club, der wieder einmal zeigen soll, was technisch und visuelle in kurzer Zeit möglich sein kann. Kantine - das gabs doch schon einmal. Ja, stimmt. Die Idee hinter der alten Kantine war, ein bestehendes Altgebäude kurz vor dem Abriss noch einmal zu bespielen. Dieser Plan wird nun ein zweites Mal verwirklicht. Im ohnehin schon dicht beschwommenen Teich des Wiener Clublebens wird das natürlich für ein gehöriges Rumoren sorgen, denn wir wissen ja: Alles was neu ist, wird einmal gestürmt, zumal die Location tatsächlich sehr spannend sein dürfte. Der Blutdruck einiger Clubbetreiber wird sicherlich in die Höhe schnellen - zur Beruhigung aller sei gesagt, dass es sich (vorerst) um ein Pop Up Projekt handelt, denn die Halle wird 2023 einem Rollercoaster weichen und vollständig abgerissen. In ca. 3–4 Monaten ist sie also wieder Geschichte. Doch wer weiß, im Prater wachsen viele Gebäude...

STURM IM WERK?
Das dachten viele, die die letzten Statements einiger Booker und Djs aus dem Werk in der Spittelau gelesen hatten. Der langjährige Booker Scirox Josef Sotriffer verließ im August den Club relativ überraschend und plötzlich, ebenso wie der Geschäftsführer. An einem Wochenende Ende August musste das Werk sogar mangels Personal gänzlich geschlossen bleiben. Im September folgte auf Facebook dann ein etwas kryptisches Statement von Resident DJ Masha Dabelka, die ihre Residency aufgrund „bestimmter Ereignisse und Vorfälle“ zurücklegte, weil sie sich eine offizielle Klarstellung der Clubleitung erwartet hätte. Ich habe daraufhin den Betreiber des Clubs Stefan Stürzer erreicht, der mir in etwa folgendes dazu erklärte: Das DJ Resident Programm war ein Projekt des scheidenden Bookers Scirox, nachdem dieser den Club verließ, wollte Masha die Residency nun nicht mehr wahrnehmen, weil es zu gewissen Vorfällen keine offizielle Stellungnahme der Clubleitung - also Stürzer - gegeben hatte. Dieser wiederum wolle aber auf Facebook kein Statement abgeben, da er sich auf dieses Niveau nicht herablassen wolle, allerdings sei er mit ihr zuvor bereits in E-Mail Kontakt gestanden. Darüber hinaus könne ihn jeder persönlich dazu befragen.

Er könne nur soviel sagen, dass es an einem Abend Mitte August einen Disput mit einem aggressiven und betrunkenen Gast vor der Tür gegeben hatte, der seiner Selektorin eine visuelle Morddrohung angedeutet hatte, wonach er – nicht ganz sanft, aber bestimmt - des Platzes verwiesen wurde. Stürzer musste an jenem Abend selbst die Aufgabe des Securitys übernehmen, da sein Geschäftsführer es „vergessen“ hatte, diese einzuteilen (es handelte sich um einen außerordentlichen Öffnungstag). Dass es zu übertriebener Gewalt oder gar Verletzung des Gastes gekommen sei, dementiert Stürzer vehement, auch gebe es weder eine Anzeige noch ein anstehendes Verfahren. Es gibt auch Zeugen des Vorfalls an der Tür und keiner der Anwesenden hätte sich gedacht, dass dieser Zwischenfall einen solchen Dominoeffekt (aka Shitstorm) nach sich hätte ziehen können.

Dennoch dürfte es in der Folge zu einer rasenden Verbreitung einer blutigen Version der Geschichte gekommen sein, was den (kurzfristigen) Rücktritt eines Großteils des Personals bewirkt haben dürfte-wohl aufgrund mangelnder Informationslage. Die Selbstkündigung sei mittlerweile wieder vom Tisch, die meisten Mitarbeiter arbeiten wieder im Werk, dennoch verbreiteten sich wilde Geschichten von Gewalt und sonstige leicht anrüchige Sidestories. Der Grund des Platzverweises war einzig und alleine die Morddrohung gegenüber der Mitarbeiterin und dieser sei absolut zu rechtfertigen. Stürzer spricht von einer Rufmordkampagne, er habe seine Fehler und Schnitzer in der Vergangenheit gemacht, für diese sei er gerade gestanden. Er müsse aber schmerzlich zur Kenntnis nehmen, dass es offenbar, trotz des extrem hohen Standings des Clubs „Das Werk“ in der Publikumsgunst, für viele Leute ein gefundenes Fressen gewesen sei, diverse Gerüchte zu verbreiten, ohne Hintergrundwissen zu besitzen. Damit schädige man ja nicht nur Stürzer ad personam, sondern dem ganzen Personal und dessen Umfeld.

Nun rechtfertige er sich täglich zigfach für Dinge, die nie passiert seien und werde quasi im Stundentakt von Bekannten, Freunden und Stammgästen zu diversen Gerüchten befragt. In meiner Funktion als Clubkulturberichterstatter sah ich es ebenfalls als Aufgabe an, ihn hierzu zu befragen und sein Statement wiederzugeben. Eine offizielle „Gegenseite“ habe ich nicht ausmachen können, nach eineinhalb Monaten Gerüchten tauchte keine „offizielle“ Gegendarstellung auf. Ob die Diskussionen jetzt verstummen, bleibt abzuwarten, aber zu hoffen. Ich selbst habe aber auch die abenteuerlichsten Versionen in der Causa „Werk“ zu Ohren bekommen, darum auch meine Intention, zum Hörer zu greifen und selber nachzufragen. Stürzer wisse selber nicht, woher die Gerüchte in dieser Form kämen. Laut Stürzer sei jetzt alles im Club aber wieder auf Schiene. Sowohl Bar- als auch Bookingpersonal sind wieder in Charge und ihm selbst bleibe nun nur mehr die Möglichkeit, in vielen Einzelgesprächen seinen Ruf wieder herzustellen.

club

(Clubgebäude im Prater)

AB IN DIE KANTINE
nach dieser langen Lektüre schwingen wir unser Tanzbein nun in den Prater. Ein neuer Pop Up Club erwartet uns. Zum Zeitpunkt des Entstehens des Podcasts steht als geplantes Öffnungswochenende das zweite im Oktober bereit. Wir erinnern uns, es gab schon eine Kantine, ein Teil der Betreiber und Macher machten daraus dann das Horst und sind jetzt im O Club verwurzelt. Ein anderer Teil lässt das „K“ im Logo wieder auferstehen. Wie kompliziert es ist, in kürzester Zeit, ein leeres Gebäude zum Club umzubauen, sämtliche Bescheide und Verfahren zu durchlaufen und dabei auch erfolgreich zu sein, werdet Ihr gleich im Podcast hören. Ebenso wem das Gebäude gehört, weshalb es zu dieser Zwischennutzung kam und was uns am Ende dort erwarten wird. Neugierig? Mehr hört Ihr, wenn Ihr hört...

Im stillen Gedenken an meinen Freund, den großen Journalisten, Dj und Liebhaber der Clubkultur Sven Gächter.

Schickt mir eure persönliche Meinung, Anmerkungen, Inputs oder Themenvorschläge an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

Die nächste Ausgabe gibt's in zwei Wochen am 13. Oktober 2022.

Rudis Kopf

 

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Im Gespräch mit Crazy Sonic:

ANNA JURJANS

anna

Anna Jurjans, Betriebsleiterin

CLUB KULTUR

MIT CRAZY SONIC

Was man in über 25 Jahren als DJ und Veranstalter in der Wiener Clubszene alles erlebt...? 

Als fixer Teil der legendären Veranstaltercrew des damaligen Kultclubs "Meierei" beim Wiener Stadtpark konnte sich der gebürtige Kärntner Rudi Wrany alias Crazy Sonic mit der Partyreihe "con:verse" 1999 zum ersten Mal in der Hauptstadt einen Namen machen. Unvergessene Feste!

In den 00-er Jahren holte er die Creme de la Creme der nationalen und internationalen House und Techno Szene ins Wiener Flex zu seiner langjährig-erfolgreichen, wöchentlichen Dienstagsreihe "CRAZY". Zuletzt schmiss er in der Grellen Forelle und der Pratersauna die extrem erfolgreichen Parties "Zuckerwatt", "Luft & Liebe", "Nachtschwimmer" oder "5 Uhr Tee".

Es gibt nur wenige bekannte DJs, die er noch nicht an die Turntables der Wiener Clubs geholt hat, kaum einen der noch nicht mit Rudi auf ein Glas Wein gegangen ist. So viel sei also verraten: Zu erzählen hat er einiges, der Rudi.

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