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Einmal bei der Gloriette tanzen wäre natürlich was...

#055 | feat. León de Castillo

Rudi Wrany im Gespräch mit dem Macher León de Castillo über Open Air Raves in Wien, das Projekt ZwideMu, weitere politische Events und die Schwierigkeiten und Hürden, Freiräume und open spaces zu gewinnen.

Club Kultur | Folge #055 | DER ARTIKEL ZUM PODCAST

"Einmal bei der Gloriette tanzen wäre natürlich was..."

Wien, 12. Mai 2022

KNAUTSCHZONE
Der Sommer naht, die ersten Open Air Events gingen über die Bühne, vor allem rund um den 1. Mai eröffneten so ziemlich alle Venues, die eine Genehmigung dafür haben, wie Usus am Wasser, das Himmel und Wasser, welches nun auch wieder mitmischt, der Vienna City Beach Club, der Volksgarten Pavillon und der Säulenhalle. Wie immer im Mai gibt es das Techno Cafe, diverse Pizzaparties und sonstige schöne Stadtgärten, mit oder ohne DJ-Beschallung. Andere, wie etwa Neni am Beach stellen das Dj Programm hingegen ein und forcieren den Restaurantbetrieb. Open Airs also wohin man blickt, selbst am Boomer Medium Facebook gibt es hierfür Akzeptanz und Tausende Zusagen. Endgültig los geht es im Draußen (siehe vorletzter Podcast) am 14. Mai, nachdem auch hier zweimal verschoben werden musste, mit der Erstausgabe des KSOT an dieser Location im 23. Bezirk. Nicht unbedingt zur Freude der anderen, die sich ihre Events auch ans selbe Wochenende gelegt hatten - das klassische Wiener Überangebot schlägt wieder zu. Des einen Freud, des anderen Leid...

ZUSAMMENHALT
der einst oft so gern beschworene Zusammenhalt der Wiener Szene ist ohnehin einer ökonomischen Umorientierung gewichen. Wer kann, der macht - wenn man die Ressourcen dazu hat. Die Sommer sind kurz, Regen verdirbt allzu oft die Show und die großen Clubs zeigen das ja seit Jahren schon vor. Kaum wieder geöffnet, wurde wieder eingekauft, was das Zeug hält. Die Masse an Wiener Acts, Djs und Künstlern spielt in diesem Kreislauf ohnehin nur die zweite Geige, was bei den wenigen Open Airs allerdings anders ist. Dort braucht man keine Stars, es geht um den Spaß, das Tanzen unter freiem Himmel in netter Umgebung und weniger um Geld und Tische. Und so mag es vielleicht ein wenig oberlehrerhaft klingen, aber man sollte in der größeren Schlagzahl an Events auch etwas Positives sehen, es ist wieder leben in der Bude und an den Gewässern der Stadt.

FREIFLÄCHEN
sind in der Stadt ein rares Gut. Der öffentliche Raum ist seit jeher ein umstrittener Streitpunkt zwischen Politik und Jugend. Vor allem während der Pandemie wurde dies virulent, man sah die Jugendlichen und Isolierten ständig weiterziehen: vom Kanal zur Donauinsel, zum Karlsplatz und auch an andere Plätze. Wenn gefeiert wurde, gab es Krach, schlechte Presse und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Awareness Teams waren die Folge und mittlerweile hat diese „wilde“ Partyszene sich wieder etwas beruhigt, aber viele wollen ihre Freiräume nicht einfach wieder so hergeben und wieder in ein kommerzielles Korsett zurück, wo man hohe Eintritte zahlen muss, um feiern zu dürfen. Überhaupt ist die Kluft zwischen der Erbjugend, die in den schicken Clubs ihr altes Geld oder ihre Kryptowährungen verputzt und denjenigen, die einfach nur eintauchen wollen in die Nacht, nicht aber in die Bling-Bling Gesellschaft größer geworden. Der „Umsatz“ muss passen, dann passt auch die Musik, oder?

NEUE WEGE IN ZWIDEMU
genau darüber haben sich León de Castillo und sein Team (Alkes Gavric als Booker) während der Pandemie viele Gedanken gemacht. Wo kann man geordnet feiern, ohne ständig als Ärgernis angesehen zu werden. Welche Hebel müssen da bewegt werden. Kann man Freiräume und öffentliche Plätze nicht von Zeit zu Zeit nutzen, wenn man auch politische Botschaften in die Events - auch Raves genannt - verpackt. Ja, meinte er, und bahnte sich durch den Dschungel des Rathauses und der zuständigen Politiker, Beamten und Kulturstättenverantwortlichen. Und es wurde einiges erreicht. Und einiges liegt noch vor uns. Der Networker León Castillo erzählt uns auch etwas über die Szene in seiner Heimat Mexiko und überhaupt: Mehr hört Ihr, wenn Ihr hört...

Schickt mir eure persönliche Meinung, Anmerkungen, Inputs oder Themenvorschläge an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

Die nächste Ausgabe gibt's in zwei Wochen, am 26. Mai 2022.

Rudis Kopf

 

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Im Gespräch mit Crazy Sonic:

LEÓN DE CASTILLO
leon

León de Castillo, Macher und Networker

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https://www.instagram.com/zwidemu/

CLUB KULTUR

MIT CRAZY SONIC

Was man in über 25 Jahren als DJ und Veranstalter in der Wiener Clubszene alles erlebt...? 

Als fixer Teil der legendären Veranstaltercrew des damaligen Kultclubs "Meierei" beim Wiener Stadtpark konnte sich der gebürtige Kärntner Rudi Wrany alias Crazy Sonic mit der Partyreihe "con:verse" 1999 zum ersten Mal in der Hauptstadt einen Namen machen. Unvergessene Feste!

In den 00-er Jahren holte er die Creme de la Creme der nationalen und internationalen House und Techno Szene ins Wiener Flex zu seiner langjährig-erfolgreichen, wöchentlichen Dienstagsreihe "CRAZY". Zuletzt schmiss er in der Grellen Forelle und der Pratersauna die extrem erfolgreichen Parties "Zuckerwatt", "Luft & Liebe", "Nachtschwimmer" oder "5 Uhr Tee".

Es gibt nur wenige bekannte DJs, die er noch nicht an die Turntables der Wiener Clubs geholt hat, kaum einen der noch nicht mit Rudi auf ein Glas Wein gegangen ist. So viel sei also verraten: Zu erzählen hat er einiges, der Rudi.

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