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screening room - Hollywood

Hollywood

Regie: Ryan Murphy et al.

Das Hollywood der 1940-er Jahre ist nicht die Traumfabrik, die man sich gerne vorstellt, sondern mehr eine Geldmaschine für die Beteiligten. Die lassen sich die Mitwirkung an der Herstellung des Stoffes, aus dem die Träume sind, teuer bezahlen. Doch gegen gegen diesen systematischen Machtmissbrauch regt sich Widerstand von unten. Die Mini-Serie „Hollywood“ wirft einen tatsacheninspirierten Blick in diese Ära, und schreibt sie zugleich auf fiktive Weise um.

Einer der Protagonisten in Hollywood ist Jack Costello, der mit seiner Frau nach Hollywood gezogen ist, weil er es als Schauspieler schaffen will. Doch weiter als bis vor die Studio-Tore, wo er sich mit Dutzenden anderen um Statistenrollen balgt, schafft er es zunächst nicht. Schließlich nimmt er einen Job als Tankwart an. Die entpuppt sich allerdings als Escort-Service für Hollywoods Reiche, und siehe da: bald hat Jack den berühmten Fuß in der Tür.  

Dann ist da auch noch Land-Ei Roy Fitzgerald, der von dem so fiesen, wie neurotischen Agenten Henry Willson unter die Fittiche genommen wird. Der zwingt ihn nicht nur dazu, seinen Namen in Rock Hudson zu ändern, sondern auch zu Dingen weit unterhalb der Gürtellinie. Hudson wird wie viele andere Jung-Schauspieler zu Willsons Geschöpf, das er nach Belieben auch mal demütigt, wenn er sich seiner Ansicht nach daneben benimmt.  

Und dann ist da noch Raymond Ainsley, ein Nachwuchs-Regisseur, der andere Geschichten erzählen will, als solche, in denen nur Sandalen oder Brüste vorkommen. Gemeinsam mit Verbündeten versucht er einen Film zu machen, der nicht nur unterhalten, sondern etwas verändern will.

Der Mini-Serie „Hollywood“ geht es nicht darum, historische Tatsachen zu erzählen, sondern eher darum, zu überlegen wie es wäre, wenn die Diskussionen, die durch die Me-Too-Bewegung angestoßen wurden, bereits im Hollywood der 40-er Jahre geführt worden wären.

Manche der Charaktere hat es aber tatsächlich gegeben, wie Rock Hudson und seinen Agenten Henry Willson. Und Willson ist auch ein sehr eindrückliches Beispiel für das System des Machtmissbrauchs, über das im Grunde erst seit dem Fall Harvey Weinstein gesprochen wird.

Für Schauspieler Jim Parsons, den das Publikum für seinen Super-Nerd Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory liebt, war es trotzdem sofort klar, dass er die Rolle von Henry Willson übernehmen will. Das hat sich für ihn ausgezahlt. Für seine Darstellung wurde er sowohl für eine Emmy als auch für einen Golden Globe nominiert.  

Hollywood. Zu sehen bei Netflix.                                                Johannes Rhomberg

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