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Regie: Paolo Sorrentino

Silvio Berlusconi hat Italiens Gesellschaft nachhaltig geprägt – manche würden vielleicht eher sagen zersetzt. Korruption, Klientelismus und obszöner Machthunger sind unter ihm salonfähig geworden. Ganz zu schweigen von einem Frauenbild, das dazu geführt hat, dass der größte Traum vieler Italienerinnen eine Karriere als Busenmodel im Fernsehen ist. Regisseur Paolo Sorrentino führt in seiner bissigen Komödie „Loro“ das System Berlusconi vor. 

Der Film setzt im Jahr 2006 ein, als Berlusconi gerade seine dritte Amtszeit als Ministerpräsident hinter sich hat. Nach wie vor bewegt er sich im Zentrum der Macht, was zahlreiche Günstlinge anzieht. Wie zum Beispiel Sergio, der zwei Möglichkeiten sieht, an ihn heranzukommen. Entweder als neuer Lieferant für "Frischfleisch", was ihn allerdings zum Konkurrenten des legendären Zuhälters Fabrizio machen würde; oder über einen ihm bekannten Ex-Minister. Sergios Ziel: der neue starke Mann rechts der Mitte zu werden. 

Berlusconi selbst erscheint als Dauergrinser, der mit vulgärem Charme eine ganze Armada an jungen Frauen unterhält und dessen hemmungsloser Narzissmus hin und wieder von seiner Frau Veronica gestört wird.  

Regisseur Paolo Sorrentino erzählt mit beeindruckenden Bildern vom Machtzentrum eines Systems, das ein ganzes Land paralysiert hat. Und wenn mancher Handlungsstrang einfach ins Leere läuft, ist das vielleicht einfach nur Ausdruck der Ratlosigkeit, die sich einstellt, wenn man sich fragt, wie ein Mann wie Berlusconi zu so einer Machtfülle gelangen konnte.  

Loro. Ab 11.1. im Kino.

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