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Screening Room - Der Mann, der seine Haut verkaufte

der mann, der seine haut verkaufte

Regie: Kaouther Ben Hania 

Durch den Übermut der Liebe fällt Sam beim syrischen Regime in Ungnade. Er lässt seine Geliebte Abeer zurück und flieht in den Libanon. Dort lebt er von der Hand in den Mund, bis er eines Tages dem Künstler Jeffrey begegnet, der ihm einen verrückten Vorschlag macht: er soll seine Leinwand sein, dafür genießt er Reisefreiheit – als Exponat.

Eine unbedachte Aktion, und schon ist Sam in den Augen der Polizei ein Regime-Kritiker. Glücklicherweise gelingt seine Flucht in den Libanon, wo er sich mit einem Job in einer Geflügel-Fabrik über Wasser hält. Um den Alltag aufzupeppen, schleicht er sich bei Vernissagen ein, was nicht immer unentdeckt bleibt.

Allerdings wird bei dieser Gelegenheit der berühmte Künstler Jeffrey auf Sam aufmerksam. Der unterbreitet ihm den wahnwitzigen Vorschlag, ihm als Leinwand zu dienen, und dafür nicht nur fürstlich entlohnt, sondern auch Reisefreiheit zu bekommen. Nach anfänglichem Zögern willigt Sam ein. Wie sonst sollte er es nach Belgien schaffen, wo seine Geliebte Abeer inzwischen wohnt. Auch sie musste aus der Heimat fliehen -inzwischen vor dem Islamischen Staat- und hat zu diesem Zweck einen Diplomaten geheiratet. Aber Sam gibt sich nicht so leicht geschlagen...  

Oft passiert es ja, dass ein Film mit einer originellen Grundidee sich allzu sehr auf eben diese verlässt und die Ausarbeitung der Geschichte darüber vernachlässigt. Nicht so im Falle des tunesischen Spielfilms „Der Mann, der seine Haut verkaufte“. Zwar breitet Regisseurin Kaouther Ben Hania den satirischen Einfall, dass der Mensch als Ware plötzlich die Freiheit bekommt, die er vorher nicht hatte, genüsslich aus; Gleichzeitig stört das aber nie den Erzählfluss, weil sie die Idee in eine sehr stimmige Geschichte verpackt.

Die Inspiration dazu hat übrigens der Künstler Wim Delvoye geliefert. Er hat 2008 tatsächlich den Rücken eines Mannes als Leinwand für ein Tattoo benutzt. Als erster tunesischer Film überhaupt war „Der Mann, der seine Haut verkaufte“ letztes Jahr für einen Auslandsoscar nominiert. Und Hauptdarsteller Yahya Mahayni hat beim Filmfestival in Venedig den Preis als bester Hauptdarsteller gewonnen. 

Der Mann, der seine Haut verkaufte. Ab 25.2. im Kino.                             Johannes Rhomberg

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