In »Schlag zu, sagt das Glück« von der moldawischen Autorin Tatiana Țîbuleac erwachen wir mit der schweren Alkoholikerin Mila blutend auf einem Parkplatz. Wie die Autorin selbst auch ist Mila von Chișinău nach Paris emigriert, auf der Flucht vor dem postsowjetischen Chaos. Jetzt ist Mila in ihren Fünfzigern, obwohl ihre Erzählstimme so kindlich wirkt, und muss sich im Westen mit Putzjobs über Wasser halten. Vieles in dem Buch ist denkbar eigenartig, die Beziehungen, etwa zum Kindheitsfreund Malik, die Erinnerungen an alles das, was hätte sein können …
Vielleicht liegt das aber auch einfach am Alkoholismus unserer Protagonistin.
Tatiana Țîbuleac
Schlag zu, sagt das Glück
Ü: Eva Ruth Wemme
Aufbau, 286 S.


