Diese drei Vorlesungen und ein Essay mehr sind unter dem Titel »An den Rändern« im Frühjahr auf Deutsch erschienen. Sehr theoretische Texte sind das, die zugleich die Entstehungsgeschichte von Lenú und Lila kontextualisieren, den Protagonistinnen ihres weltberühmten Zyklus‘ »Meine geniale Freundin«. Ferrante meint: »Schreiben bedeutet, sich innerhalb der Ränder zu bewegen«, also dem Gedachten eine Struktur zu geben – das ist der Ausgangspunkt des ersten Essays.
Sie serviert uns Auszüge aus poetologischen Texten ihrer weiblichen Vorbilder, darunter Gertrude Stein oder Ingeborg Bachmann, und stellt die Frage: Wie kann man sich als Schreibende über die männliche Stimme, die im Kanon überpräsent ist, hinwegsetzen? Vom Schreiben und davon, sich als Schriftstellerin zu verorten.
Elena Ferrante
An den Rändern Ü: Barbara Schaden
Suhrkamp, 94 S.


