Dabei hatte ich gar keine so hohen Erwartungen an dieses Buch – umso überraschender war dann das Leseerlebnis. Der Roman ist erzählt aus der Ich-Perspektive von Iva. Wir begleiten sie anfangs auf ein mysteriöses Begräbnis in Nordmazedonien, Familiengeheimnisse werden mehr oder weniger gelüftet, wir erfahren von einer Kinderwunschbehandlung – und trotz aller Schwere, die die Themen des Romans mit sich bringen, hat die Protagonistin einen dermaßen mitreißenden Furor, dass gleich der ganze Text etwas von diesem Schwung abbekommt.
Manchmal driftet er auch halbironisch in Witz ab, was dem Buch gut steht. Eine Frau, die wütet und wütend ist.
»Luft nach unten« von Tamara Štajner erscheint diese Woche im Zsolnay Verlag.


