Da ist die Geschichte von Adèle Yons Großmutter eine ganz andere. Vor etwa fünf Jahren hat Yon, die als Köchin arbeitet, im Zuge ihrer Dissertation zu recherchieren begonnen: Wer war diese an Schizophrenie erkrankte Frau, die weggesperrt und lobotomiert worden war? Aus der Befürchtung heraus, selbst dem Wahnsinn zu verfallen, lauscht die Autorin gewissermaßen dem Schweigen in ihrer Familie, zugleich lüftet sie dabei selbst den Mantel des Schweigens.
In Frankreich war dieses Buch, das irgendwo zwischen Autobiografie, Recherche und historischer Aufarbeitung zu verorten ist, ein großer Erfolg. 150.000 Exemplare wurden verkauft.
Adèle Yon
Mein wahrer Name ist Elisabeth
Ü: Sula Textor
Berlin Verlag, 432 S.


