Beginnen wir mit seinem Hit „Porcelain“. Ein Song, den wirklich jede:r kennt.
Für „Porcelain“ verwendete Moby ein Sample aus dem Film „Exodus“ von Otto Preminger aus dem Jahr 1960. Die Musik stammt vom Komponisten Ernest Gold. Hier das Original: „Fight for Survival“.
Wer genau hinhört, erkennt die Akkorde vielleicht schon. Moby nahm vier Akkorde aus dem Original, spielte sie rückwärts ab und schuf daraus das tragende Element von „Porcelain“. Moby hatte seit jeher ein Faible für Stimmen aus Folk und Blues. Ein gutes Beispiel dafür ist sein Hit „Natural Blues“, ebenfalls auf dem Album „Play“ zu finden. Die Grundlage dafür lieferte Vera Hall, eine Folksängerin aus Alabama. Ihr A-cappella-Song „Trouble So Hard“ hatte es Moby besonders angetan.
Das Vocal kennt man sofort. Was dann noch fehlt, ist ein treibender Beat. Den fand Moby beim Perkussionisten Coke Escovedo aus Los Angeles, ehemaliges Mitglied von Santana. Um weitere Samples zu hören, einfach den Beitrag abspielen. Moby hat sich mit zahlreichen Klassikern in die Topliga der Popmusik produziert. Sein Faible für markante Vocal-Samples, vor allem aus Folk und Blues, aber auch aus Kinderliedern, hat seinen Sound entscheidend geprägt. Knapp über 200 Samples hat er im Laufe seiner Karriere für seine Songs verwendet. Vielleicht auch deshalb hat er seine größten Hits nun mit dem Budapest Art Orchestra neu eingespielt. Hört rein!

