Er sang und spielte zunächst mit Louis Brooks und später als Pianist mit R&B-Star Joe Henderson. Eine Tournee führte ihn Anfang der 60er nach Miami. Und dort blieb er. Miami wurde seine Heimat und sein musikalisches Labor. Er spielte unter anderem Piano auf Betty Wrights „Clean Up Woman“ und Gwen McCraes „Rockin’ Chair“. Latimore arbeitete mit Produzent und Labelchef Henry Stone. Seine erste Single nahm Benny Latimore bereits 1965 auf: "I Can’t Go On Anymore".
Doch fast acht Jahre sollte es dauern, bis seine Stimme über Miami hinaus gehört wurde. 1973 machte ihn ‚Stormy Monday‘ erstmals landesweit bekannt. 1974 wurde ‚Let’s Straighten It Out‘ schließlich zum Nummer-eins-Hit. Zwei weitere Top-10-R&B-Hits folgten mit „Keep the Home Fire Burnin’“ und „Somethin’ ’Bout ’Cha“.
Doch Latimore war nie nur ein Hit-Sänger. Songs wie „Out To Get ’Cha“, „Sweet Vibrations“oder „Dig A Little Deeper“ zeigen seine Mischung aus Soul, Blues und diesem unverwechselbaren Miami-Gefühl. In den 80ern wechselte er zu Malaco, veröffentlichte dort über Jahre zahlreiche Alben und blieb dem Soul-Blues treu. Im Juni 2017 veröffentlichte Latimore sein Studioalbum A Taste of Me: Great American Songs, auf dem er bekannte Klassiker aus dem Great American Songbook auf seine ganz eigene, soulful Art interpretierte. Im selben Jahr wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen.
Latimore, früher auch Benny Latimore ist spät zum Star geworden, aber nie wirklich von der Bühne verschwunden. RIP Latimore, bei uns auf Radio Superfly bleibt er!

