Seine außergewöhnliche Karriere begann bei Columbia Records, wo er Ende der 1960er-Jahre nach einem Besuch des Monterey Pop Festivals Künstler wie Janis Joplin und Santana unter Vertrag genommen hat. In den folgenden Jahren holte er unter anderem Bruce Springsteen, Aerosmith, Billy Joel und Earth, Wind & Fire zum Label und bewies dabei ein nahezu untrügliches Gespür für musikalische Trends.1974 gründete Davis Arista Records und schrieb dort Musikgeschichte.
Er förderte die Karrieren von Patti Smith, Barry Manilow und Aretha Franklin und machte aus einer damals 19-jährigen Sängerin aus New Jersey einen Weltstar: Whitney Houston. Unter seiner Leitung entwickelte sich Houston zu einer der erfolgreichsten Stimmen der Popgeschichte. Später war Davis auch maßgeblich an den Karrieren von Alicia Keys, Pink, TLC, Usher und The Notorious B.I.G. beteiligt.Besonders bemerkenswert war seine Fähigkeit, Generationen und Genres miteinander zu verbinden.
Davis war verantwortlich für mehr als 300 Nummer-eins-Hits, gewann fünf Grammy Awards und wurde im Jahr 2000 in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Mit Santana feierte er Ende der 1990er-Jahre durch das Album „Supernatural“ ein spektakuläres Comeback, das unter anderem den Welthit „Smooth“ hervorbrachte.Clive Davis war nie selbst Musiker. Aber ohne sein berühmtes „goldenes Ohr“ würde die Geschichte der amerikanischen Popmusik anders klingen.
Sein Vermächtnis lebt weiter, in den Stimmen, Songs und Alben, die Generationen von Musikfans bis heute begleiten.

