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Travelling Without Moving

Travelling Without Moving - 30 YEARS

"Travelling Without Moving" von Jamiroquai feiert seinen 30. Geburtstag. Was denken unsere zwei Kolleginnen die bei dem Release selbst noch nicht mal auf der Welt waren?

Fleecepulli, schwarze Hose und Vans: das Outfit von Jay Kay in dem Musikvideo für Virtual Insanity ist nicht sonderlich ausgefallen bis auf den riesigen Hut vielleicht. Das Musikvideo hat nicht umsonst bei den MTV Video Music Awards mehrere Auszeichnungen gewonnen. Der Boden sieht aus, als würde er sich bewegen, obwohl er stillsteht. Der Name ist Programm: "Travelling Without Moving".

Das dritte Studioalbum der britischen Band Jamiroquai aus dem Jahr 1996 wird heute, am 9. September, 30 Jahre alt. Funk, Acid-Jazz, Soul und Disco. Genau das macht Jamiroquai damals so besonders. Die Band entsteht Anfang der 90er in London und wird schnell Teil der britischen Acid-Jazz-Szene. Viele denken bei der Band nur an Sänger Jay Kay, er ist schließlich der Einzige, der von Anfang an dabei ist. Aber Jamiroquai ist keine One-Man-Show.

Der typische Sound entsteht durch das Zusammenspiel der ganzen Künstler, besonders durch den Bass, die Keyboards, Gitarre, Schlagzeug und immer wieder mal etwas ungewöhnlichere Instrumente, wie das Didgeridoo. Das hört besonders bei Didjerama und Didjital Vibrations. Und dann ist da noch Cosmic Girl, einer dieser Songs, die sofort ins Ohr gehen. Der groovige Bass, die Streicher und der lockere Sound machen ihn ziemlich tanzbar. Gleichzeitig hört man die Mischung aus Funk, Disco und Pop, die für Jamiroquai typisch ist. Dabei ist gar nicht so eindeutig, ob es sich bei Cosmic Girl eigentlich um eine Frau oder um ein Auto handelt. Das Musikvideo zumindest wirkt eher wie eine Hommage an schöne Sportwagen. Jay Kay ist immerhin ein großer Fan schneller Autos. Das Albumcover spielt sogar auf das Ferrari-Logo an.

"Travelling Without Moving" hat aber auch seine ernsten Seiten. Das Lied "Virtual Insanity" zum Beispiel handelt von Technologie und einer Zukunft, in der der Mensch immer stärker von ihr abhängig wird. Genau das macht den Song auch heute noch so interessant. Musikalisch macht er gute Laune, aber textlich ist er eigentlich ziemlich düster. So ist Jamiroquai eben: vielseitig. Und damit: Happy Birthday!
Miriam Egger und Helene Löcken

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