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Marvin Parks

Marvin Parks

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Für den Jazzsänger Marvin Parks war der Anfang wie für viele anderen Sänger ein schwieriger, obwohl es ihm an Talent und Musikalität beileibe nicht fehlt. Wenn man aber wie er eine gesunde Portion Glück dabei hat, dann bahnen sich die Wege oftmals zum eigenen Vorteil. Von den Straßen Baltimores, durch die Stationen der Pariser Metro bis hin nach Italien, dies ist die Geschichte von Marvin Parks und seinem souveränen Debut Album, unserem Superfly Album der Woche.

Straight out of Baltimore Maryland, kommt Marvin Parks schon früh ihn Kontakt mit Jazz. 2012 bringt er seine bisherigen Erfahrungen in Form einer EP heraus, die zunächst nur in Kreisen von Kennern Anklang findet. 2013 storniert er nach einem dreiwöchigen Parisaufenthalt seinen Rückflug und fängt an die leeren Hallen der Pariser Metro mit seinem sanften Bariton zu füllen. Seine Zuhörerschaft wächst stetig an, dies führt zu Gigs in Jazzclubs und kleineren Events, bis eines Tages der italienische Musiker Nicola Conte auf Parks aufmerksam wird. Was sich wie ein Filmdrehbuch anhört wird zur Realität: Marvin Parks unterschreibt einen Vertrag beim Mailänder Label Schema Records und startet mit Labelkollege Conte als Produzent die aufnahmen für sein Debutalbum. Die erste Session findet in Bari in den Sorriso Studios statt, begleitet von Conte an der Gitarre und einer exzellenten Auswahl italienischer Jazzmusiker, die die schwierige Aufgabe, alte Jazzstandards in einem neuen Glanz erscheinen zu lassen, mit gelassener Souveränität meistern. Zu den Klassikern auf dem Album gesellen sich drei Originaltracks hinzu, genau wie sich Saxophonist Logan Richardson zur zweiten Recordingsession im Schema/Ishtar Records Blue Spirit Studio in Mailand hinzugesellt, um die Songs mit seinem Style zu ergänzen. Das Resultat ist ein frischer Mix aus Parks Lieblingsstandards, drei Originaltracks, davon zwei von Nicola Conte, und einer Swing Version der Eröffnungsnummer Charade.

Das Werk zählt mit 18 Tracks für die heutige Zeit schon fast zur Kategorie Doppelalbum und ist in der Vinyl Version in vier Teile unterteilt: Die Soul Side, die Afro-Blues Side, die Standards Side und die Ballads Side, also ist für fast jeden Geschmack etwas dabei. Marvin Parks Debut Album hat uns überzeugt und wir warten gespannt auf neue Releases des Wahlparisers.

Die Anspieltipps der Musikredaktion:

  • Brother, Where Are You?
  • Charade
  • Awakening
  • How Insensitive
  • If I Should Lose You

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