Tiwayo, was von seinem Spitznamen „The Young Old“ ableitet, hat sich seinen Sound auf der Straße erspielt. Blues, Gospel, Soul, er hat alles aufgesogen und jetzt neu destilliert. Nach seinem Debüt auf Blue Note Records war es still um ihn. Bis Quesada seine Demos hörte und ihn straight zurück ins Licht holte.
"Outsider" lebt von genau dieser Spannung: roh, ehrlich, ungeschönt. Tracks wie „Up for Soul“ grooven lässig, „Sunshine Lady“ strahlt warm, während „Dark Skies“ tiefer geht. Und wenn auf „Unchained Lovers“ Kendra Morris dazukommt, fühlt man sich wie bei einem Southern-Soul-Klassiker. Highlight: „Daddy Was Born with the Blues“. Heavy, persönlich, mit Gänsehaut-Garantie.
Während viele im Soul-Revival geschniegelt auf Motown machen, bleibt Tiwayo näher an Al Green als an Nostalgie. Kein Vintage-Filter, sondern echtes Gefühl. "Outsider" ist kein Album für die Oberfläche. Das ist Soul mit Staub auf den Schuhen und Geschichten im Gepäck. Unpoliert, aber genau deshalb so stark.

