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„Wer braucht schon Ibiza, wenn man den Vienna City Beach Club hat."

#160| feat. Maximilian, Isabel und Martin

Rudi Wrany spricht anlässlich des 20-jährigen Jubiläums mit Maximilian, Isabel und Martin über die Planungen für ein ganz besonderes Jahr.

CLUB KULTUR | Folge #160 | DER ARTIKEL ZUM PODCAST

Wer braucht schon Ibiza, wenn man den Vienna City Beach Club hat.

Wien, 30. April 2026

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KEINE MUSIK?
Man könnte es, mit etwas Wohlwollen, als Zeichen von Stabilität lesen: Am 24. April lud das Format „Signal“ erneut zum großformatigen Auftritt mit dem Keinemusik-Star-DJ „&Me“ in die Pyramide Vösendorf. Eine Veranstaltung, die - zumindest den kolportierten Berichten zufolge – bemerkenswert reibungslos über die Bühne ging. In einer Szene, die sonst gern zwischen Chaos und Überforderung oszilliert, ist das fast schon eine Meldung wert. Ob das Event auch wirtschaftlich ein Erfolg war, lässt sich aus der Distanz schwer beurteilen, schon länger gehen die „Keinemusik" Acts auch wieder getrennt auf Tour, auch weil alle drei angeblich schon soviel kosten wie ein schönes Haus am Stadtrand von Wien. Und dennoch bleibt ein vertrautes Hintergrundrauschen aus Skepsis und Enttäuschung. Vor allem aus jenen Ecken, die offenbar mit der Erwartung eines exzessiven Großraves erschienen waren. Die Kritik: zu wenig Eskalation, zu wenig „Stimmung“, zu wenig von allem, was man sich unter kollektiver Entgrenzung vorstellt. Dass „Keinemusik“ längst eine eigene, klar erkennbare Ästhetik pflegt - irgendwo zwischen globalisiertem Sounddesign und kuratierter Coolness statt klassischem Rave - sorgt weiterhin für Irritation.

Man könnte es auch anders formulieren: „Keinemusik“ ist heute weniger Szene als Signatur. Ein Produkt mit hohem Wiedererkennungswert, das sich mühelos durch internationale Metropolen bewegt und dabei eine erstaunlich konsistente Erwartungshaltung bedient. Das hat seinen Preis – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Gagen in schwindelerregenden Höhen, Inszenierungen, bei denen man sich fragt, ob das Drumherum die Musik nicht längst überholt hat. Umso stärker wirkt der nostalgische Rückblick auf jene Jahre, in denen man die Protagonisten noch in intimeren Settings erleben konnte – etwa im Flex, wo Nähe und Unmittelbarkeit zentrale Bestandteile waren. Heute ist das Gesamtpaket größer, glatter, durchchoreografierter. Vorhersehbar, könnte man sagen. Wer hingeht, weiß ziemlich genau, was ihn erwartet. Überraschung ist hier kein Verkaufsargument mehr. Das O setzt derweil weiterhin auf große Namen: Jan Blomqvist, Alignment und Mathame sind angekündigt. Nach dem Motto: nur nicht nachlassen.

DÜNNE SUPPE
Großevents funktionieren einigeremaßen – die Wiener Clublandschaft wirkt dennoch ausgedünnt. Es mangelt weniger an Angebot als an Differenz. Hier kommerzieller Mainstream mit bekannten Mustern, dort ein aufgeladener Hardtechno- und Trance-Kosmos für ein sehr junges Publikum. Dazwischen: wenig. Die einstige Spielwiese für Experimente gerät unter Druck. Das Publikum verlangt nach permanenter Reizsteigerung, Clubs mit Profil verlieren an Boden. Stattdessen dominieren temporäre Formate und Orte mit kurzer Halbwertszeit. Das Neue ist oft nur eine Variation des Bekannten.

NICHTS WIE RAUS
Kein Zufall also, dass sich der Fokus auf den Sommer verschiebt. Das Geschehen wandert nach draußen. Formate wie das Techno Cafe (30 Jahre) stehen für Kontinuität, ebenso Orte wie Porto Pollo, Usus am Wasser, Himmel am Wasser oder das wiederbelebte Gleis 19. Mit einem älter werdenden Publikum verändern sich auch die Ansprüche. Weniger Dunkelkammer, mehr Balance aus Musik, sozialem Raum und Komfort. Draußen funktioniert das derzeit besser.

20 JAHRE VCBC
Eine Institution dieses Wandels: der Vienna City Beach Club. 2026 feiert der urbane „Hausstrand“ an der Neuen Donau sein 20-jähriges Bestehen. Bis zu 1.300 Gäste, Sand, Liegeflächen, Sportangebote – eine erstaunlich unangestrengte Verbindung aus Urlaub und Stadt.Musikalisch setzt man auf Kontinuität statt bloßer Beschallung: sieben Tage die Woche, wetterabhängig. Gerade diese Mischung aus Zugänglichkeit und Anspruch hebt den VCBC von vielen Sommerlocations ab. Wien sucht nach neuen Formen des Ausgehens – weniger Verdichtung, mehr nachhaltige Erfahrung. Der Blick geht nach draußen. Dass die Macher des Vienna City Beach Club nun wieder bei uns sprechen, war nur zu logisch: Eine Szene im Wandel trifft auf einen Ort, der ihn aktiv mitgestaltet.

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MIT CRAZY SONIC

Als fixer Teil der legendären Veranstaltercrew des damaligen Kultclubs "Meierei" beim Wiener Stadtpark konnte sich der gebürtige Kärntner Rudi Wrany alias Crazy Sonic mit der Partyreihe "con:verse" 1999 zum ersten Mal in der Hauptstadt einen Namen machen. In den 2000er Jahren lockte er die Crème de la Crème der nationalen und internationalen Techno-Szene ins Wiener Flex zu seiner wöchentlichen Dienstagsreihe "CRAZY". "Zuckerwatt", "Luft & Liebe", "Nachtschwimmer" oder "5 Uhr Tee“ - Crazy Sonic hat sie alle miterlebt und gestaltet. Es gibt nur wenige bekannte DJs, die er noch nicht an die Turntables der Wiener Clubs geholt hat, kaum einen der noch nicht mit Rudi auf ein Glas Wein gegangen ist.

Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen, um die Menschen dahinter kennenzulernen. Von aufstrebenden Talenten bis zu etablierten Größen – sie alle haben ihre Geschichten und ihre Visionen für die Zukunft der Clubkultur.

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