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Neruda

Neruda

Regie: Pablo Larraín

Chile, 1948. Der Dichter Pablo Neruda wettert als Senator gegen den USA-freundlichen Präsidenten Videla. Der findet das gar nicht lustig, und will ihn festnehmen lassen. Neruda ergreift die Flucht, und liefert sich mit dem Polizisten Peluchonneau ein Katz und Maus-Spiel. In Pablo Larraíns neuem Film "Neruda".

Als Präsident Videla mit der Kommunistenverfolgung beginnt, geht Neruda zunächst in den Untergrund. Der Polizist Peluchonneau wird von Videla höchstpersönlich mit der Suche nach Neruda beauftragt. Die Genossen helfen dem verehrten Parteifreund bei seiner Flucht. Das bekommt einen schalen Beigeschmack, denn während viele andere ins Gefängnis wandern, bleibt der Lebemann Neruda unangetastet. Schließlich sieht sich Neruda gezwungen, über die Berge nach Argentinien zu fliehen. Das abenteuerlichste Kapitel der Flucht beginnt.

Regisseur Pablo Larraín wird langsam zum Phänomen. Es ist nicht einmal zwei Monate her, dass sein fantastisches Biopic "Jackie" in die Kinos gekommen ist, schon kommt sein nächster Film ins Kino. Mit Pablo Neruda nimmt er sich eine Ikone seiner chilenischen Heimat vor, dessen Hauptwerk "Canto General" in Lateinamerika einen bibelähnlichen Status genießt. Und genau so poetisch wie Nerudas Dichtung gestaltet Larraín seinen Film. Er vermischt Wahrheit und Fiktion, verschiebt Erzählebenen und wechselt mitten in Szenen Schauplätze. Und sobald man sich an den assoziativen Erzählstil gewöhnt hat, entwickelt der Film einen ganz eigenen Sog, dem man sich einfach nur hingeben muss, um ihn in vollen Zügen zu genießen.

Neruda. Ab 17.3. im Kino.

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