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Screening Room - Corsage

corsage

Regie: Marie Kreutzer

Weihnachten 1877: Kaiserin Elisabeth von Österreich wird vierzig. In den Augen der Gesellschaft ist sie damit alt. Immer schwerer fällt es Elisabeth, das im doppelten Sinne  eingezwängte Sein bei Hofe und in ihr Korsett zu ertragen. Sie beginnt zu rebellieren.

Das Getuschel am Hof und in der Wiener Gesellschaft wird immer lauter. Nicht mehr blicken lasse sie sich, gar ein Gespenst sei sie geworden. Für die stets ihre Rolle als Schönheitsideal erfüllende Elisabeth ist das schwer erträglich. Sie reagiert darauf, indem sie sich nur noch mehr kasteit, das Korsett noch fester zieht, das Essen noch mehr reduziert. Aber nichts scheint zu genügen.  

Der Versuch ihre Rolle am Hof selbst zu gestalten, scheint ebenfalls ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Die Politik soll in der Hand ihres Mannes bleiben, die Erziehung ihrer Tochter ist ihr längst aus der Hand genommen worden. Bleibt nur die Flucht vom Hofe. Doch auch fern von Schönbrunn sind die Blicke noch auf sie gerichtet. 

Für die Generation Ü40 ist Marie Kreutzers neuer Film „Corsage“ vielleicht ein heilsamer Schock. Denn mit den nostalgisch-süßlichen „Sissi“-Streifen aus den 50-er Jahren, die bis in die 90-er Jahre noch auf Dauerschleife liefen, hat ihr Film nichts zu tun. Ihr ging es vielmehr darum, in dem Stoff etwas zu finden, das mit den Frauen von heute zu tun hat, wie sie beim Filmfest München erzählt hat. Auch für Hauptdarstellerin Vicky Krieps hat der Film viel mit dem zu tun, wie Frauen heute wahrgenommen werden, aber auch sich selbst wahrnehmen.

Die vielen Verfremdungen in der Ausstattung und in der Musik helfen dabei, den Film in die Gegenwart Zeit hereinzuholen und erzählen mit Krieps‘ fulminanter Darstellung die Geschichte einer Frau auf der Reise zu sich selbst. In Cannes, wo Corsage im Bewerb „Un Certain Regard“ gelaufen ist, wurde der Film zu Recht mit Standing Ovations gefeiert. Vicky Krieps nahm den Preis als beste Hauptdarstellerin mit.  

Corsage. Ab 7.7. im Kino.                                Johannes Rhomberg

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