Scott McClanahan ist wohl so etwas wie ein literarischer Outsider, manche vergleichen ihn mit Charles Bukowski oder Kurt Vonnegut, seinen Stil als entblößt, unerbittlich. »Fights!« heißt sein neuer Roman, wurde herausragend übersetzt von Clemens Setz und ist das alles auch: Lakonisch, direkt, abgründig, cool, alle darin sind ziemlich kaputt, cholerisch und suizidal. Die Grenze zum Wahnsinn wird regelmäßig überschritten, was das Lesen zu einem ziemlichen Ereignis macht.
Ein bisschen fühlt man sich in dieser autofiktionalen Geschichte eines Autors, der sich sowohl mit seinem grotesken Verleger als auch mit seiner Frau Juliet für sein Leben gern streitet, während er sein Leben bestreitet und zu schreiben versucht, wie eine Eingeweihte, weil man all diese Dinge lesen darf.
Ein sehr absurder Einblick in die New Yorker Indie-Buchszene.
Scott McClanahan
Fights!
Ü: Clemens J. Setz
ars vivendi, 255 S.


