Einer seiner Bewunderer: Der mittlerweile verstorbene, große Schriftsteller Paul Auster – er war ihm schon einmal bei einer nächtlichen Aktion in Paris begegnet. Als Petit ihm seine Texte schickte, setzte Auster sich für ihn ein, damit die Texte verlegt wurden:
Die vorliegenden, erstmals 1985 erschienenen kurzen Schriften über die Kunst des Balanceakts gehören mit zum Ungewöhnlichsten, was ich je gelesen habe. Einerseits gehen sie auf die Wissenschaft dieser Kunst ein, andererseits findet sich darin etwa eine Anleitung zum absoluten Stillstand, zum Innehalten. Auster beschreibt in seinem Vorwort zu diesem dünnen Band, Petit mache uns »zu Mitwissern einer tiefen, unaussprechlich privaten Leidenschaft«. Dabei, und das ist das Paradoxe, ist ja gerade so ein Buch das Letzte, woran man sich wenden sollte, wenn man es ihm nachmachen wollte und es dabei ernst meint …
Philippe Petit
Auf dem Hochseil. Die Kunst der Hingabe. Mit einem Vorwort von Paul Auster
Unionsverlag, 128 S.


