1973 verlieh Quincy Jones dem Stück ein völlig neues Gesicht: Statt Folk-Rock gibt es einen lässigen Soul- und Jazz-Groove, der später selbst zur Inspiration für zahlreiche Hip-Hop-Samples wurde. Der Song gewann damals den Grammy für das Beste Instrumental Arrangement. Genau deshalb schauen wir uns heute diese besondere Version etwas genauer an und warum sie eines der ikonischsten Samples überhaupt wurde. Gleich zu Beginn hört man dieses markante, leicht schwebende E-Piano- und Orgelmotiv – nur wenige Töne, aber mit einer ganz eigenen Mischung aus Melancholie, Wärme und urbaner Coolness. Genau diese Atmosphäre macht das Intro so einzigartig: Es funktioniert als perfekte musikalische Schleife und lässt sich hervorragend samplen.
1993 veröffentlichte die The Pharcyde mit „Passin' Me By“ einen der prägendsten Hip-Hop-Tracks der Neunziger. Während an der US-Westküste der Gangsta-Rap dominierte, schlug das Quartett aus Los Angeles einen ganz anderen Weg ein: humorvoll, selbstironisch und erstaunlich verletzlich. Statt Macho-Posen erzählen die vier MCs von unerwiderten Lieben und verpassten Chancen. Ein Thema, das im Hip-Hop damals eher ungewöhnlich war. Produzent J-Swift legte darunter das unverwechselbare Intro aus Summer in the City. Das schwebende E-Piano- und Orgelmotiv verleiht dem Song seine melancholische, verträumte Atmosphäre und machte Passin' Me By zu einem zeitlosen Hip-Hop-Klassiker.
Kann man getrost als ewiggültigen Klassiker bezeichnen. Das war eine kurze Auswahl - alle weiteren findet ihr natürlich im Beitrag. Die Geschichte des Originals. ENJOY.

