Sherwood gilt als einer der großen Klangarchitekten des Dub außerhalb Jamaikas. Sein Markenzeichen: das Mischpult als Instrument zu begreifen und mit Echo, Delay und Bass völlig neue musikalische Räume zu erschaffen.
Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg verband er jamaikanische Soundsystem-Kultur mit Punk-Energie, Hip-Hop, Industrial und elektronischer Clubmusik, lange bevor Genregrenzen in der Popmusik selbstverständlich verschwammen.
Bis heute arbeitet Adrian Sherwood kompromisslos weiter an neuen Klangideen. Auch aktuelle Projekte zeigen, dass er nicht nostalgisch zurückblickt, sondern Dub immer wieder neu denkt, als offene Methode, Musik zu zerlegen, neu zusammenzusetzen und in die Zukunft zu führen.
Adrian Sherwood ist Gast beim Dub Champions Festival im Flucc. Gerald Travnicek hat vorab mit ihm telefoniert.

