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„Wien im Zeichen von #technometoo“

#089 | feat. Norbert Bauer & Dj Pandora

Rebellion Rave und Beatpatrol Mastermind Norbert Bauer und Drum and Bass Veranstalterin (Switch) Dj Pandora im Gespräch über große Pläne und Schwierigkeiten in stürmischen Zeiten.

CLUB KULTUR | Folge #089 | DER ARTIKEL ZUM PODCAST

"Wien im Zeichen von #technometoo"

Wien, 24. August 2023

CAUSA PRIMA
Wien steht ganz im Banne der #technometoo Bewegung und deren Auslöser. Vor Wochen bereits wurden erste Hinweise laut, es gebe in der Wiener Technoszene ein Problem mit sexuellen Übergriffen. Ein Booker und Veranstalter sei deswegen Anfang des Jahres sogar in Haft gewesen und in der Folge verurteilt worden. Dies stellte sich am Ende als wahr heraus, denn die Betroffene vertraute sich dem Kollektiv „hausgemacht“ und deren Mitbegründerin Fredi Ferkova an, welche in der Folge einen Aufruf an durch Übergriffe geschädigte Frauen startete. Es meldeten sich viele Betroffene und nach einigen Medienberichten im ORF, FM4 und einem ausführlichen Artikel im Standard veröffentlichte das Kollektiv eine Liste von 5 Namen, mit denen es in der Folge nicht mehr zusammenarbeiten wolle, verbunden mit einem Aufruf, an alle Säulen der Szene, die Zusammenarbeit mit den Genannten ebenfalls einzustellen. Parallel dazu wurde ein Spendenkonto eingerichtet, wo man unter dem Betreff #technometoo Spenden für die Betroffenen an den AÖF, dem Verein für autonome österreichische Frauenhäuser machen kann und nun von der Vienna Club Commission organisiert wird, welche zu diesem Schwerpunkt am 12.9. ihr nächstes Vernetzungstreffen abhalten wird. Mir selbst sind die Genannten - teils gut - bekannt. Meine Solidarität gilt den Betroffenen. Ich finde die Aufarbeitung dieses Themas wichtig und selbstreinigend für die Szene.

REAKTIONEN
Viele, auch sehr junge Frauen meldeten sich nach den Aufrufen, teilweise mit Fotos. Ebenso kursierte das Urteil gegen den einzigen bisher in dieser Sache Verurteilten. Die Reaktionen der in der Liste Genannten fielen unterschiedlich aus. Von eisigem Schweigen bis zu massiven Klagedrohungen samt Fotos aus Anwaltskanzleien reichte die Palette. Ferkova und hausgemacht rechnen jedenfalls mit einer Welle von Klagen und sind dafür gerüstet. Mittlerweile haben die meisten Clubs und Veranstalter, eigentlich fast alle, die ich befragt habe, aber alle kann ich ja nie befragen, die Zusammenarbeit mit den Genannten eingestellt, sich mit eigenen Statements mit #technometoo solidarisiert und die Spendenaufrufe geteilt. Auch ich möchte das auf diesem Wege tun.

Auch internationale Medien und Agenturen sind mittlerweile im Bilde und weitere Berichte in dieser Sache sind so gut wie sicher. Abschließend sei auch noch erwähnt, dass für fast alle Genannten, bis zu einer juristischen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt. Einige haben auf Anfrage oder mittels Postings mehrfach erklärt, dass sie unschuldig seien, viele der Vorwürfe nicht stimmen würden bzw. dass es keine Ermittlungen oder Anzeigen gebe. Doch es haben sich ja auch erst vor sehr kurzer Zeit sehr viele Betroffene gemeldet und die Namen wurden erst nach sorgfältiger Prüfung und bei deutlicher Mehrfachnennung in den Umlauf gebracht. Wenn es Kritik an der Herangehensweise gibt, dann in der Frage der sogenannten „Liste“, doch ist natürlich eine offene Diskussion mit den aufgelegten Karten am Tisch weit besser und zielführender als die stille Post mit unzähligen Gerüchten. Diese gab es in den Wochen davor ja zuhauf. Die Szene in Wien hat jedenfalls mit einigen Problemen und Vorurteilen zu kämpfen. Sexismus und Gewalt gepaart mit oftmaliger Berauschung sind kein guter Cocktail. Das Thema Awareness wird daher in Zukunft wohl eine noch größere Rolle in den Clubs und auf Festivals spielen und das mit ausgebildeten Fachkräfteteams. Ich bleibe am Ball.

SESSIONS UND ANDERE FESTIVALS
Passend zum aktuellen Thema Nummer 1 habe ich dazu das Mastermind hinter vielen Großprojekten in den Podcast geladen, für den einer der Genannten als freier Dienstnehmer und Booker gearbeitet hat. Was nun? Wie geht es bei Rebellion Rave weiter? Und warum sind Kruder und Dorfmeister nun nicht mehr am Sessions Lineup? Norbert Bauer weiß Antworten. Mit dabei auch - erstmals bei mir- Dj Pandora, eine der Bookerinnen am Beatpatrol. Mit ihr habe ich ausführlich über Drum and geplaudert. Aber, mehr hört Ihr, wenn Ihr hört.

In stiller Erinnerung an den viel zu früh aus dem Leben Geschiedenen Dj Tom Faron. Rest in Peace!!

Schickt mir eure persönliche Meinung, Anmerkungen, Inputs oder Themenvorschläge an schicken.

Die nächste Ausgabe gibt's in zwei Wochen am 24. August 2023.

Rudis Kopf

 

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Im Gespräch mit Crazy Sonic:

Norbert Bauer & Dj Pandora

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https://beatpatrol.at/
https://www.facebook.com/pandoradj/?locale=de_DE

CLUB KULTUR

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Als fixer Teil der legendären Veranstaltercrew des damaligen Kultclubs "Meierei" beim Wiener Stadtpark konnte sich der gebürtige Kärntner Rudi Wrany alias Crazy Sonic mit der Partyreihe "con:verse" 1999 zum ersten Mal in der Hauptstadt einen Namen machen. In den 2000er Jahren lockte er die Crème de la Crème der nationalen und internationalen Techno-Szene ins Wiener Flex zu seiner wöchentlichen Dienstagsreihe "CRAZY". "Zuckerwatt", "Luft & Liebe", "Nachtschwimmer" oder "5 Uhr Tee“ - Crazy Sonic hat sie alle miterlebt und gestaltet. Es gibt nur wenige bekannte DJs, die er noch nicht an die Turntables der Wiener Clubs geholt hat, kaum einen der noch nicht mit Rudi auf ein Glas Wein gegangen ist.

Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen, um die Menschen dahinter kennenzulernen. Von aufstrebenden Talenten bis zu etablierten Größen – sie alle haben ihre Geschichten und ihre Visionen für die Zukunft der Clubkultur.

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