Darin, sagen zu dürfen, was man denkt. Eine Regierung kritisieren zu können. Wählen zu gehen. Zu demonstrieren. Sich zu informieren. Und auch darin, anderer Meinung sein zu dürfen. Das Wort selbst kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Herrschaft des Volkes“. Die Idee dahinter: Politische Macht soll nicht bei einer einzelnen Person oder einer kleinen Gruppe liegen. Menschen sollen mitbestimmen können, wie die Gesellschaft aussieht, in der sie leben.
Seit 2007 gibt es dafür auch einen eigenen internationalen Tag. Die Vereinten Nationen haben den 15. September zum Tag der Demokratie erklärt. Im Mittelpunkt stehen dabei Werte, die ziemlich selbstverständlich klingen, es aber nicht überall sind: freie Wahlen, Meinungsfreiheit, gleiche Rechte und der Schutz der Menschenwürde. Und vielleicht ist genau das das Schwierige an Demokratie: Sie bedeutet ziemlich viel auf einmal. Und wahrscheinlich für jeden von uns auch ein bisschen etwas anderes.
Was bedeutet Demokratie für euch?
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Dass wir darüber überhaupt so selbstverständlich sprechen können, ist allerdings keine Selbstverständlichkeit. Denn weltweit gerät Demokratie zunehmend unter Druck. Laut der aktuellen Erhebung der Bertelsmann Stiftung werden mittlerweile 77 von 137 untersuchten Staaten autoritär regiert. Vor 20 Jahren, als der Index erstmals erhoben wurde, waren Demokratien noch in der Mehrheit. Und autoritärer wird ein Staat nicht unbedingt von heute auf morgen. Oft beginnt es dort, wo freie Medien eingeschränkt werden. Wo Kritik schwieriger wird. Wo Wahlen nicht mehr wirklich frei sind. Oder wo bestimmte Menschen weniger Rechte haben als andere.
Vielleicht ist Demokratie also weniger ein Zustand als etwas, das ständig gemacht werden muss. Denn Demokratie lebt nicht nur davon, dass wir Rechte haben. Sie lebt davon, dass wir sie nutzen!

