Kein Zufall also, dass der 20. Juli der International Moon Day ist. Die Vereinten Nationen haben den Welttag 2021 eingeführt. Gefeiert wird er jedes Jahr am 20. Juli, denn genau an diesem Tag schrieb die Apollo 11 Geschichte. 1969 betraten nämlich Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond. Seitdem gilt der Mond nicht nur als Symbol für Neugier und Entdeckungslust, sondern irgendwie auch für das Träumen. Und genau das hört man auch in der Musik. Frank Sinatra wollte mit „Fly Me to the Moon“ gleich ganz hinauf. Van Morrison machte den „Moondance“ zum Soundtrack warmer Sommernächte. Billie Holiday verwandelte „Blue Moon“ in einen absoluten Jazzklassiker Der Mond taucht nicht nur abends am Himmel auf, sondern eben auch im Soul, Jazz, Funk und Pop. Nicht, weil er so weit weg ist, sondern weil er uns allen irgendwie doch nah ist.
Dabei ist der Mond eigentlich ziemlich still. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dort gibt es so gut wie keine Atmosphäre und ohne Atmosphäre kann sich Schall nicht ausbreiten. Würde dort jemand Gitarre spielen oder laut singen, wäre außerhalb des Raumanzugs... absolute Stille. Die geheimnisvollen Weltraumklänge, die man manchmal hört, sind deshalb gar keine echten Geräusche, sondern elektromagnetische Signale, die für unser Ohr hörbar gemacht wurden.
Das Jahr 2026 schreibt außerdem wieder Geschichte. Die erste Frau ist zum Mond geflogen. Die amerikanische Astronautin Christina Koch war nämlich Teil der Artemis II -Crew. Gelandet sind sie nicht, aber umrundet wurde der Mond trotzdem. Ach ja, und die ersten Tiere, die den Mond erreichten, waren übrigens zwei sowjetische Steppenschildkröten. Sie umrundeten ihn schon 1968 und kamen heil zurück.
Vielleicht ist genau das das Faszinierende. Ausgerechnet der stillste Ort, den wir kennen, hat einige der schönsten Songs der Musikgeschichte hervorgebracht. Und egal, ob ihr heute Abend in Wien, Vorarlberg, Kärnten, Kroatien, Italien, oder sonst wo in den Himmel schaut: Wir alle sehen denselben Mond. Happy International Moon Day!

