Frieden bedeutet, Unterschiede wie Geschlecht, Herkunft, Sprache, Religion oder Kultur zu akzeptieren und bewusst in Vielfalt zusammenzuleben.
Darum geht es am 28. Jänner, dem internationalen Tag des friedlichen Miteinanders. Dieser von den Vereinten Nationen beschlossene Aktionstag wird heuer erstmals begangen und erinnert uns daran, Vielfalt nicht als Hürde, sondern als Chance zu sehen. Länder, Organisationen und Medien sind eingeladen, durch Aktivitäten die Kultur des Friedens, der Inklusion und des Verständnisses zu fördern.
In einer Zeit voller Konflikte ist Zusammenhalt wichtiger denn je. Social Media erleichtert leider die Verbreitung von Negativität – Hass, Beleidigungen und schnelle Urteile sind oft nur ein Klick entfernt. Die australische Regierung reagierte mit einem Verbot für Nutzer unter 16 Jahren. Doch Frieden lässt sich nicht einfach durch Verbote herstellen. Er ist ein Prozess, der Aufmerksamkeit, Wachsamkeit und aktive Beteiligung braucht. Jeder kann beginnen - mit kleinen Gesten im Alltag. Ein bisschen Verständnis und Toleranz kann viel bewirken: beim Nachbarn, der laut ist, bei der Mitbewohnerin, die das Geschirr stehen lässt, oder bei dem bissigen Kommentar unter einem Instagram-Post, den man nicht abschickt.
Friedliches Miteinander heißt nicht, alles zu akzeptieren, sondern respektvoll zu bleiben, zuzuhören und Unterschiede zu tolerieren - nicht nur am internationalen Tag des friedlichen Miteinanders, sondern jeden Tag.

