Genau diese Probenschnipsel gehen dann online durch die Decke. Zehntausende folgen den dreien, bevor es überhaupt eine Platte gibt. Ihr Sound ist ein Zusammenspiel vieler Einflüsse. Jazz, der in Richtung J Dilla denkt, ein akustisches Schlagzeug, das klingt wie ein produzierter Broken Beat, dazu Hip-Hop, Soul und Electronic. Die drei können kompliziert, müssen es aber nicht dauernd beweisen. Moses sagt sogar: Das Erste, was sie gemeinsam spielen, ist meistens das Beste.
Pianist Moses wurde schon mit 14 als "junges Jazzgenie" gefeiert. Heute steht er mit Bassist Roman sogar bei Peter Fox auf der Bühne. Das Trio spielte auf dem Dach des ehemaligen Flughafens Tempelhof und vor tausenden Leuten beim Elbjazz. Außerdem gewannen sie 2024 den Deutschen Jazzpreis als Live Act des Jahres, veröffentlichten ihr Debüt "MYT" auf Nils Frahms Label Leiter und bekamen dafür dann 2026 gleich den nächsten Preis.
Die neue EP "Chasing Light" haben die drei nach einer Tour innerhalb einer Woche im Neuköllner Proberaum aufgenommen. Wer braucht schon ein Hochglanzstudio, wenn auch mit ein paar geliehenen Mikrofonen mal eben solche Meisterwerke entstehen?
Sammy Lorenz für Radio Superfly.
