Seit rund 120 Jahren ist Jazz als Genre unterwegs, ohne je wirklich anzukommen. Vielleicht genau deshalb bleibt er so spannend: weil Jazz starre Muster nicht besonders ernst nimmt. Er hört Zeitstimmungen, bevor sie ausgesprochen sind. Er kennt Regeln, nur um sie im nächsten Moment elegant, schräg oder brutal schön zu brechen.
Genau dort setzt auch die bereits 3. Ausgabe von OPEN JAZZ VIENNA an.
TAG 01: Empfehlung unsererseits!
Am 18. Juni wird die FLUCC Wanne zum Ort für Jazz mit neuem Mascherl. Schmack bringt frischen österreichischen Groove auf die Bühne, mit Stimme und diesem Vorwärtsdrang, der nicht lange fragt, ob er darf. Danach kippt der Abend tiefer: otherMother baut aus akustischem Schrott, Fundstücken, Loops und Reibung eine Art Maschinenpoesie mit Puls. Zur Feier ihres ersten Studioalbums geht das nicht mit Samthandschuhen über die Bühne, sondern mit Strom im Raum und Druck in der Bauchgegend.
Und dann wäre da noch Anatole Muster. Akkordeon-Virtuose, Rising Star zwischen London und Schweiz, und jemand, der ziemlich lässig zeigt, dass Jazz keine fixe Form braucht, um groß zu sein. Mit seinem Trio spielt er erstmals in Österreich und öffnet das Akkordeon weit über alles hinaus, was man vielleicht im Kopf hatte.
Das ist Jazz, aber anders verpackt. Wer danach auf den Geschmack gekommen ist, taucht an Tag 02 im Radiokulturhaus weiter ein.
OPEN JAZZ VIENNA 2026
supported by Radio Superfly
Do. 18. & Fr. 19. Juni 2026
Flucc Wanne (Wien) und Radiokulturhaus (Wien)


