Rock And A Hard Place...
Yellow Days erklärt sich nicht über Lautstärke. George van den Broek lässt Stimmen brüchig werden, Gefühle offen liegen. Mit „Rock And A Hard Place“ legt der Brite sein bislang reifstes Album vor - eines, das weniger konstruiert wirkt als gelebt. Nach poppigen Umwegen und ausgearbeiteten Konzepten kehrt Yellow Days zu seinen Ursprüngen zurück: Soul, Jazz und jener emotionalen Direktheit, die man nicht planen kann.
Der Sound ist warm, roh und bewusst unperfekt. Große Teile des Albums entstanden in kurzer Zeit, live eingespielt mit der Jazz-Fusion-Band Knats und weiteren Musiker:innen - man hört es in jedem Takt. Musikalisch bewegt sich das Album zwischen modernem Alternative-Soul und dem Geist von Otis Redding, Gil Scott-Heron oder Stevie Wonder. Funkige Dringlichkeit trifft auf leise Selbstbefragung: „I Cannot Believe In Tomorrow“ drängt nach vorne, während Stücke wie „Daylight Miracles“ oder „California“ Raum für Zweifel, Hoffnung und Verletzlichkeit lassen.
Thematisch verhandelt van den Broek Verantwortung, Neubeginn und den Versuch, sich selbst - und anderen – gerecht zu werden. „Rock And A Hard Place“ ist kein lautes Statement, sondern ein konzentriertes Innehalten. More than Superfly – und näher an Yellow Days als je zuvor.
Superfly Konzert
YELLOW DAYS
Sonntag, 26. April 2026
Flucc (Wien)


