screening room

Thursday 13-07-2017

whitney: can i be me - screening room - neu im kino

Vor fünf Jahren ist Whitney Houston im Alter von nur 48 Jahren tot in der Badewanne eines Hotels gefunden worden. Das tragische Ende einer vermeidbaren Katastrophe. Die Dokumentation "Whitney: Can i be me" geht auf Ursachenforschung und lässt gleichzeitig die Person hinter dem Image deutlicher Form annehmen.

Whitney Houston stammt aus der eher rauen Gegend in Newark. Bereits sehr früh kommt sie mit harten Drogen in Kontakt, die sie lebenslang begleiten. Ihre Vergangenheit passt jedoch ganz und gar nicht zu dem Image, das Arista Records-Chef Clive Davis seinem Schützling verpassen will. Er will eine schwarze Pop-Diva für ein weißes Publikum aufbauen. Die muss jedoch makellos und adrett sein. Und vor allem weiße Musik machen. Der Erfolg ist atemberaubend. Der Preis, den Houston zahlt, allerdings auch.

Dass Whitney Houston bei der Preisverleihung des schwarzen Musikpreises Soul Train Awards ausgebuht wird, sollte sie nie verkraften. Und auch wenn sie in der Folge versucht, mehr Songs nach ihren Vorstellungen zu machen, wird sie die Fremdbestimmtheit durch das Label und ihr familiäres Umfeld nicht los. Denn für die Familie wird Whitney Houston auch zum Arbeitgeber. Und das geht schief.





Als sie dann auch noch dazu gedrängt wird, die angeblich lesbische Beziehung zu ihrer wichtigsten Freundin Robyn abzubrechen, ist das der Anfang vom Ende. Die Regisseure Nick Broomfield und Rudi Dolezal haben zum Teil sehr private Bilder verwendet, die die Person Whitney Houston näher rücken lassen. Und auch wenn es mehrere Faktoren waren, die zu ihrem viel zu frühen Tod geführt haben: Der Film lässt einen fassungslos zurück ob der Tatsache, dass es niemand geschafft hat, die Reissleine zu ziehen, bevor es zu spät war.

Whitney: Can i be me. Ab 14.7. im Kino.